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Politik international

OVID warnt vor zu strengen Börsenregeln

von , am
26.01.2011

Berlin - In der Debatte um die Eindämmung von Preisschwankungen und Spekulation an den Märkten hat der Verband der Ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland (OVID) vor Einschränkungen zu Lasten des Börsenhandels gewarnt.

Mit 241.452,00 Euro bekommt die Südzucker AG höchsten Ausfuhrerstattungen bezahlt. © Gerd Altmann/pixelio

Die meisten Marktteilnehmer nutzten die Börse, um durch Preisabsicherung ihr Risiko zu minimieren und nicht um die Preise nach oben zu treiben, betonte der OVID-Vorsitzende Wilhelm F.Thywissen im Vorfeld der Internationalen Agrarministerkonferenz am Rande der Grünen Woche in Berlin.

Besonders das Einführen von Limits und das Begrenzen der Handelsvolumina, wie sie derzeit diskutiert würden, hätten schwerwiegende negative Konsequenzen für den Agrarhandel. Börsen funktionierten nur dann zur Absicherung der Rohstoffgeschäfte, wenn genügend Handelsvolumen vorhanden sei.

Finanzmarktregulierung in Europa

Dafür brauche es neben den regelmäßigen Händlern aus dem Agrarbereich auch Finanzinvestoren, die gerade durch ihre großen Handelsvolumina die dringend benötigte Liquidität in den Markt bringen könnten. Die Europäische Kommission strebt im Frühjahr Vorschläge zur Finanzmarktregulierung an, von denen auch die Warenterminmärkte erfasst werden sollen. Einer der Schwerpunkte sollen dabei die bisher weitgehend unregulierten "Over the Counter"-Geschäfte sein, die keinen standardisierten Regeln unterliegen. (AgE)

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