Login
Die Topthemen aus unserer Community

Was passiert mit den Höfen? Kurzscheibeneggen und die "Nitratlüge"

Gülle ausbringen mit Schleppschuh
Matthias Ludwig
am
24.03.2017

Was passiert mit dem Hof wenn ein Betrieb aufgegeben wird? Welche Kurzscheibenegge ist zu empfehlen? Welche Ansicht im Nitratkonflikt ist die ausgewogenste?

Neues von der Nitratlüge

Mett zitiert ein Statement der FDP Landtagsfraktion: "Alternative Fakten" gibt es nicht erst seit Donald Trump. In der Diskussion um die Nitratbelastung des Trinkwassers in Niedersachsen werden sie seit Jahren verbreitet. Landwirtschaftsminister Meyer hat im Landtag behauptet, mehr als 50 Prozent der Grundwassermessstellen seien oberhalb des zulässigen Grenzwertes von 50 Milligramm pro Liter mit Nitrat belastet. Die jetzige Messung des NLWKN entlarvt das als "postfaktischen Unfug" und schreibt dazu: "Für alle Nicht-Landwirte: Der Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter kommt daher, dass er damals, als er festgelegt wurde, die Nachweisgrenze war. Damals glaubte man noch Nitrat sei gesundheitsschädlich. Inzwischen stellt doch jedoch immer mehr das Gegenteil heraus: [www.nationalgeographic.de] "

Seebauer meint dazu: "Jeder dreht es halt so hin wie es am besten zum Betrieb passt. Im Umkehrschluß kann man auch sagen, wenn viel Nitrat im Wasser ist, dann haben die Pflanzen zu wenig aufgenommen, warum auch immer. In dem Beitrag steht ja nur, dass Nitrat in Gemüse gut ist, aber vom steht da nichts Wasser."

Und RU merkt an: "Vor allen wenn man bedenkt das ca. 99 % des guten Trinkwasser durchs Klo/Bad/Waschmaschine u.s.w. gespült wird, und dann so ein Aufwand!"
Neues von der Nitratlüge

Betriebsschließungen/Hofsterben - was passiert mit den Höfen

Abadine möchte etwas zu folgenden Fakten wissen: "Ich bin ein Frischling im Thema Landwirtschaft und Viehhaltung, deswegen kenn ich mich mit Zahlen nicht so aus. Bei einem Vortrag vor ca. 6 Wochen habe ich erfahren, dass allein in Bayern jeden Tag ca. 15 Bauernhöfe dicht machen würden. Ich finde die Zahl heftig. Das wären ja 5.475 im Jahr. Meine Fragen sind nun:

  1. Stimmen diese Zahlen wirklich, weil dann müssten in Bayern ja 10.000de Bauernhöfe aufgeben und irgendwie jeder 100ste Einwohner im Schnitt in Bayern einen Bauernhof haben.
  2. das Hofsterben bzw. dass Menschen gezwungen sind, aufzuhören, denke ich sehr wohl. Meine Frage ist, was mit den Höfen passiert bzw. wo man ggf. leerstehende Höfe finden kann zum anmieten oder kaufen."

dacks schreibt dazu: " In By gibt es 93.300 landw. Betriebe über 5 ha. Jährlich beenden 1,6 % für immer die Landwirtschaft. Doch die allerwenigsten werden leer stehen, oder zum Verkauf angeboten. Das ist die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen, vor allem in den Ballungsräumen oder den Regionen um Muc (München) und Nürnberg. Sagen wir mal, ein Betrieb in bester Lage mit Busanbindung, nahe einer Kreisstadt mit allen Schulen, in Kürze auf der Autobahn, womöglich ein paar ha. Land zur Pferdehaltung dabei, und trotzdem ruhige Lage ohne Fluglärm (...) da musst du schon sehr,s ehr gut eingesäumt sein (...) je weiter südlich, um so teuerer. "

Und The_Fox antwortet: " Nun, nur weil die Bewirtschaftung eingestellt wird heißt das nicht, dass die Hofstelle verlassen in der Gegend vor sich hingammelt. In der Regel wohnen die Leute weiterhin auf dem Höfen und gehen eben einer geregelten Erwerbsarbeit nach. Die Flächen werden verpachtet und die Gebäude für andere Zwecke umgewidmet oder von den Nachbarn genutzt. Echter Leerstand entsteht normalerweise erst viel später, wenn die ursprünglichen Bauern entweder in Pflege müssen oder verstorben sind und etwaige Kinder schon vorher zwecks Ausbildung/ Studium/ Arbeit weggezogen sind. Für solche Objekte gibt es im Internet extra Marktplätze und Makler und auch in den Immobilienspalten in Tageszeitungen und Fachzeitschriften finden sich ständig entsprechende Anzeigen "
Betriebsschließungen/Hofsterben - was passiert mit den Höfen

Welche Kurzscheibenegge kaufen?

Andi24 braucht eine Entscheidungshilfe: "Wir wollen uns eine Kurzscheibenegge kaufen. Im Moment sind eine Kuhn und eine Kverneland in der engeren Auswahl. Vom Boden her haben wir vom Sand bis zum Tonboden alles. Welche Walze würdet ihr empfehlen? Sind die großen oder kleinen Scheiben besser, sind die Glatten, die groß oder klein gezackten Scheiben besser? Wie schnell fahrt ihr und wie hoch ist der Leistungsbedarf? Soll eine 3 Meter Maschine werden. "

Seebauer schreibt: "Also ich hab eine in Front, drei Meter, ja bei abgestorbener Zwischenfrucht geht es, bei Ackerfutter wird es schwierig, ich sag mal anschauen oder noch besser auf Feldprobe."

Doptrebo hat schon Erfahrungen mit der Kuhn: "Wir hatten mal eine Kuhn zur Miete. Auf sandigen Lehm (eigentlich für solche Maschine die einfachste Bodenart) war das Ergebnis erschreckend. Der abgeforene Zwischenfruchtbestand machte der Maschine ordentlich zu Schaffen. Ich würde sagen so ca. 3 Verstopfungen/ha. Ansonsten bin ich bisher nur die Rubin von Lemken und die Joker von Horsch gefahren. Dort gab es selbst bei 1,50m Zwischenfrucht im Herbst keinerlei Verstopfungen. "
Kurzscheibenegge

 

Stoppelbearbeitung: Aktuelle Kurzscheibeneggen im Überblick

Pöttinger Terradisc
Horsch Joker HD
Amazone Catros
Väderstad Carrier
Lemken Rubin
Kverneland Qualidisc
Rabe Fieldbird
Great Plains X-Press
Auch interessant