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Ernährung und Gesundheit

Pferd statt Rind auch in Edeka-Lasagne

Eva Ziegler/agrarheute
am
15.02.2013

Inzwischen steht fest, dass eine zweite Supermarktkette vom Pferdefleischskandal betroffen ist: Auch in Lasagne von Edeka wurde Pferde-, statt wie deklariert, Rindfleisch nachgewiesen.

In Stichproben der "Gut & Günstig Lasagne Bolognese" sind nach Auskunft eines Edeka-Sprechers geringe Mengen an Pferdefleisch festgestellt worden. Die Lasagne war am Dienstag vorsorglich aus dem Handel genommen worden, gestern informierte das Unternehmen die Öffentlichkeit über die Untersuchungsergebnisse.
 
Zuvor war bereits in Tiefkühl-Lasagne der Kette Real Pferdefleisch nachgewiesen worden.

Betroffene Unternehmen und Produkte

  • Real: Pferdefleisch in "Tip Lasagne Bolognese, 400 g", Rückruf am Mittwoch, Ware vergangenen Freitag aus dem Handel genommen
  • Edeka: Pferdefleisch in Lasagne der Eigenmarke Gut & Günstig, Rückruf am Donnerstag, Ware am Dienstag aus dem Handel genommen
  • Rewe: Verkauf von "Mou Lasagne Bolognese" und "Mou Cannelloni Bolognese" der Marke Tulip gestern gestoppt, Verunreinigung nicht auszuschließen
  • Kaiser's Tengelmann: Am Mittwoch Verkauf der A&P Lasagne gestoppt, Verdacht auf Pferdefleischspuren
  • Eismann: Verkauf von Lasagne vergangene Woche gestoppt
Alle Unternehmen, die den Verkauf verschiedener Produkte eingestellt haben, führen derzeit stichprobenartige Untersuchungen durch, beziehungsweise lassen diese durchführen. Mit Ergebnissen wird in den kommenden Tagen gerechnet.

Heute Sondertreffen auf EU-Ebene

Heute findet in Brüssel eine Sondersitzung zum Etikettenschwindel statt. Dabei wollen die EU-Vertreter entscheiden, ob europaweit stichprobenartige DNA-Tests bei Fertigfleischgerichten durchgeführt werden. Mit ihrer Hilfe soll festgestellt werden, ob es sich bei dem auf dem Etikett stehen Rindfleisch tatsächlich um Rind, oder aber um Pferdefleisch handelt.

Festnahmen in England

In Großbritannien sind indes drei Männer festgenommen worden, denen Betrug im Zusammenhang mit dem Etikettenschwindel vorgeworfen wird. Zwei der Männer haben in einem Fleischverarbeitungsbetrieb in Südwest-Wales gearbeitet, einer war in einem Fleischbetrieb in der Grafschaft West Yorkhire beschäftigt. In beiden Betrieben hatte es bereits am Dienstag Razzien gegeben, bei denen Fleisch und Papiere beschlagnahmt wurden. 
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