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Wirtschaft

Pflanzenöle: Weltweite Bedeutung nimmt zu

pd
am
23.09.2011

Berlin - Weltweit werden immer mehr pflanzliche Öle und Fette benötigt. Allein 2010 stieg die Produktion um 6,5 Prozent auf 148 Millionen Tonnen.

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© landpixel/Beuermann
Der Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e. V. (OVID) hat die jüngsten Zahlen zur globalen Produktion der verschiedenen Pflanzenöle und Fette sowie den Verbrauch weltweit und in Deutschland veröffentlicht. Der weltweit größte Produktionsanstieg ist bei Soja- und bei Rapsöl zu verzeichnen.

Soja- und Rapsöl immer wichtiger

2010 wurden im Vergleich zum Vorjahr mit 40,2 Millionen Tonnen zwölf Prozent mehr Sojaöl hergestellt, die Produktion von Rapsöl stieg im gleichen Zeitraum um elf Prozent von 21,5 auf 23,8 Millionen Tonnen.
 
In den letzten zwei Jahren hat dabei insbesondere der Handel von Sojaöl aus den USA und Südamerika nach China stark zugenommen (von rund 38 Millionen Tonnen 2008 auf rund 55 Millionen Tonnen 2010). Insgesamt ist weiterhin die Ölpalme der größte Pflanzenöllieferant mit über 51 Millionen Tonnen Palm- und Palmkernöl im Jahr 2010 - und zugleich die Ölpflanze mit den größten Hektarerträgen, das heißt dem geringsten Flächenverbrauch.
 
BRD: Rapsöl nimmt führende Rolle ein
 
In Deutschland ist Rapsöl mit Abstand das bedeutendste pflanzliche Öl und macht 56 Prozent des Verbrauchs aus, gefolgt von Palm- und Palmkernöl (25 Prozent) sowie Soja- und Sonnenblumenöl (sechs beziehungsweise fünf Prozent).  
 
"Aufgrund der wachsenden Bevölkerung und der veränderten Ernährungs- und Lebensgewohnheiten wird die Nachfrage nach Pflanzenölen und Fetten weiter zunehmen", so Wilhelm F. Thywissen, Vorsitzender von OVID. "Beinahe sieben Milliarden Menschen müssen mit ausreichend Nahrung versorgt werden, dabei spielen pflanzliche Öle und Fette eine wichtige Rolle. Hinzu kommt das Bedürfnis nach einer umweltgerechten Alternative zu Mineralölen sowohl im Energie- als auch im chemischen oder technischen Bereich."
 
So sind Pflanzenöle und Fette nicht nur Bestandteil von Nahrungsmitteln, sondern in 80 Prozent der Produkte des täglichen Bedarfes enthalten, etwa in Zahnpasta, Kosmetika, Seifen und Tensiden, Lacken und Farben, Hydrauliköle oder Linoleumböden sowie in Biokraftstoffen.
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