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Dorf und Familie

Pflegeschlepper, Kälberdecken und das Schweinehochhaus

Externer Autor ,
am
13.03.2015

Die Topthemen der Woche in unserer Community: Welcher Schlepper eignet sich am besten für Pflegearbeiten? Was bringen Kälberdecken? Und wie "schlimm" ist das Schweinehochhaus?

Doptrebo90 schreibt: "Nachdem unser Pflegeschlepper 15.000 Stunden auf dem Buckel hat sind wir am überlegen was neues zu kaufen. Es ist noch nicht Eile geboten aber dieses Jahr muss wahrscheinlich ein Ersatz bestellt werden. Die Aufgaben: Alles rund um die Kartoffel: - legen -fräsen -roden.  Beim Getreide: -Pflanzenschutz mit 3000l -Düngen 1300l -Transportarbeiten mit 18to.  Mais: -3m Mulchgerät -Transportarbeiten 18to. Allgemein: Im Frühjahr soll damit HTK mit einen 22to Streuer ausgebracht werden. Weitere Transportarbeiten über das ganze Jahr verteilt. Der Schlepper soll nicht schwer sein, also eigentlich so ziemlich leicht wie es geht (bis jetzt haben wir einen gedrehten steyr 94 ps Bj 97). Marke ist erstmal nicht relevant, eigentlich sind wir für alles offen. Wichtig ist eine 150cm Spur und die Pflegereifen. Einsatzumfang ca. 800h/Jahr." 
 
Fobi antwortet: "Grundsätzlich hat jeder Hersteller solche Modelle im Programm.
Spontan würd ich mal sagen warum nicht die Nachfolger von deinem 94er Steyr ???? oder deren Ableger aus dem hause CNH."
 
Und IHC523_Allrad meint: "Farmall U oder Farmall U Pro/Multi wäre genau das richtige für dich, Maxxum/Profi wird denke ich fast zu groß sein?Case IH bietet für jedem den richtigen Schlepper, einer will einen einfachen ohne Schnick Schnack, der andere CVX und elektrische Steuergeräte usw... Farmall U hat 2 LS, U Pro hat 4 LS, der Maxxum auch 4 oder CVX, jeder wie er es mag "
 
Terragator gibt den Tipp: "Wir haben uns einen Agrofarm TTV 430 mit 110 PS zugelegt. Vor allem die Übersichtlichkeit und die geringen Abmesungen sind ein grosser Vorteil. Haben ihn jetzt ein jahr und 980 Std. drauf und sind soweit recht zufrieden. Deswegen würde ich Dir den 5130 TTV von Deutz empfehlen. Hat meiner Meinung nach das beste Preis/Leistungs Verhältnis und ist dank seiner Übersichtlichkeit und seinen Abmessungen prädestiniert für den Einsatz als Pflegeschlepper."

Hintergrund/Jenke-Experiment: Das Schweinehochhaus

Hedi kommentiert einen Beitrag auf Agrarheute.com: "Wem fällt denn so was ein? Schweine in einem Hochhaus zu halten und mit dem Aufzug zu transportieren? Sind die denn noch alle ganz bei Trost? Mal wieder typisch Osten und sich dann nicht von den alten Dingern lösen können.." 
 
Fobi antwortet darauf: "Und wo genau liegt jetz das Problem ??? Mal abgesehen von extrem hohen Baukosten und aufwändiger Lüftungstechnik. Vermutlich deshalb hat sich dieses System nicht durchgesetzt.  In welchem Stockwerk das Schwein gemästet wird ist völlig egal." 
 
nurich etwas sarkastisch: "Ist ja zum Glück kein Balkon dran, nicht das die Schweine Höhenangst bekommen. Wer ein Problem sucht, wird überall was finden. Übrigens, wem fällt den sowas ein, Menschen in allen großen Städten mit Aufzügen in Hochhäusern zu transportieren? Die meisten würden sich im kleinen Häuschen mit Garten auch wohler fühlen"
 
Der Meinung ist auch 2011: "So weit ich mich erinnere, hies es im Film " es sei pervers Schweine mit einen Aufzug zu befördern" oder so ähnlich! Was soll daran pervers sein ? Menschen fahren auch in Aufzügen ist das auch pervers?"

Kälberdecken, nur Eintagsfliege

Kaelberblog fragt: "Hat jemand Erfahrungen mit Kälberdecken. Werden die überhaupt eingesetzt oder ist das nur ein Modeartikel? Ich bin diese Woche in in der neuen top agrar über einen Artikel gestolpert. Ich kann da nicht so recht was mit anfangen. Kann jemand von euch eigene Erfahrungen hier beitragen? Würde mich schon interessieren."
 
DWEWT schreibt aus Erfahrung: "Ich setze seit 2 Jahren, bei Bedarf, Kälberdecken ein. Zum Einsatz kommen sie bei Winterabkalbungen. Wenn die Kuh das Kalb nicht oder nur wenig beleckt, wird die Decke sofort aufgelegt. Beleckt die Kuh das Kalb intensiv, wird die Decke ca. 1 Stunde nach der Geburt aufgelegt. Der Vorteil der Decke besteht darin, dass das Kalb wenig Wärme abgibt und damit, vor allem bei sehr kalten Temperaturen, agiler ist. Für die Kühe, ist die Decke bisher kein Problem gewesen. Beim Kauf der Decken ist darauf zu achten, dass das Material die Feuchtigkeit vom Kalb aufnimmt und an die Umgebungsluft abgibt. Nur so ist ein rasches Abtrocknen des Kalbes gewährleistet. Sobald das Kalb komplett abgetrocknet ist, sollte die Decke abgenommen werden. Außer direkt nach der Geburt, werden die Kälber nur im Behandlungsfall (Fieber) eingedeckt. Gute Kälberdecken sind eine richtig gute Idee. Ich möchte sie nicht mehr missen."
 
Kasey kann ebenfalls berichten: "Ich verwendes sie auch sehr gerne bei Kälbern die nicht so fit sind (Fieber, Durchfall). Halte die Dinger für eine sehr gute Sache. Probiers einfach!" Genau wie maulwurf74: "Ich habe diese Decken schon seit 5 Jahren, mit gutem Erfolg!!! Das wichtigste ist bei einer Krankheit, dass das Kalb nicht zuviel Wärme verliert. Also ich hab sehr gute Erfahrungen damit gemacht."
 
Und Viehdokter meint: "Wenn die Mutterliebe von der Kuh zu groß ist, und das Kalb täglich naß geleckt wird, das Kalb ne Lungenentzündung durch das nasse Fell bekommt, rettet die Kälberdecke als Schutz vor neuer Feuchtigkeit dem Kalb das Leben..." 

Exaktdüngerstreuer

Andi24 braucht eine Entscheidungshilfe: "Wir überlegen ob wir einen neuen Düngerstreuer kaufen und jetzt kommt natürlich die frage was für einen? Aufgrund von immer mehr Auflagen (Gewässerschutz) und mehr kontrollen überlegen wir vom 2 Scheibenstreuer (Rauch) weg zu gehen und einen Exaktstreuer zu kaufen. Natürlich könnte man dann auch billigen Dünger einsetzen, z.B. Schwefelsaures Ammoniak und man kann bei Wind besser verteilen. Die Fahrgassenbreite beträgt 24m."

christiannds antworet: "Das Problem der "kleinen" Pneumatikstreuern in "großen" Fahrgassenbreiten ist der Randbereich. Bei schwerem Dünger (KAS/Piamon/etc) gibts Probleme, bzw. die Fahrgeschwindigkeit muß klein sein; ergo geringe Flächenleistung. Der Luftstrom reicht da oftmals nicht aus. Für mich sind diese Streuer einzig geeignet, um geprillten Harnstoff auszubringen, sonst wird die Luft, im wahrsten Sinn des Wortes "dünn". Bei richtig schwerem Kram, wirds auch richtig schwer, Kiserit, Kali,... Walzen setzen sich zu usw. usf.  Die heutigen Zweischeibenstreuer sind so gut und exakt, dass ich ziemlich sicher darauf setzen würde, aktuell wahrscheinlich auf einen Amazone. Wenn Du genug Fläche hast, oder auch noch was im Lohn machen kannst, dann AGT, das ist aber eine Frage zwischen Daumen und Zeigefinger. Trotzdem, oder gerade deswegen, geiles Teil!"
 
waldarbeiter rät ebenfalls ab: "Auf so einen teuren Pneumatikstreuer kannst du heute getrost verzichten die neuen Zentrifugalstreuer sind so genau und über die neuesten Steuerungen mit Grenz- Randstreuen schaffen die auch die neue Düngeverordnung. Von der Flächenleistung will ich gar nicht sprechen beimPneumatikstreuer ist bei 9 km/h schluß sonst kriegen die Flügel Beine. Und das Preis- Leistungsverhältnis gibt dir den letzten Schub weg"

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