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Umwelt

Phosphor aus Klärschlamm

von , am
23.09.2013

Nach Ansicht der Länderkammer sollte die Bundesregierung Maßnahmen zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm vorantreiben und sich auch auf EU-Ebene dafür einsetzen.

2013 wruden bundesweit rund 491.300 t Klärschlamm als Düngemittel auf Ackerflächen ausgebracht. © Mühlhausen/landpixel
Der Bundesrat hat sich für eine Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm und Klärschlammaschen ausgesprochen. Am Freitag verabschiedete die Länderkammer ihre Stellungnahme zu einer Mitteilung der EU-Kommission, die eine nachhaltige Verwendung des Düngers zum Thema hat.
 
In ihrer Stellungnahme fordert die Länderkammer die Bundesregierung dazu auf eine Vorreiterrolle zu übernehmen, um der Landwirtschaft den Rohstoff Phosphor zur Verfügung zu stellen und Maßnahmen zu dessen Rückgewinnung aus Klärschlamm vorantreiben.

EU-einheitliche Grenzwerte erforderlich

Der Bundesrat appellierte an die Bundesregierung, sich bei den weiteren Beratungen auf EU-Ebene dafür einzusetzen, dass Phosphor zukünftig nicht nur - wie üblich - aus Abwasser zurückgewonnen wird, sondern verstärkt auch aus Abfällen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass konkrete Anforderungen und Maßnahmen zur Rückgewinnung auf der Basis einer europaweiten Strategie entwickelt und verbindlich festgelegt werden.
 
Konkret plädierten die Länder dafür, dass im Rahmen der geplanten neuen EU-Düngemittelverordnung ein EU-einheitlicher anspruchsvoller Grenzwert für Cadmium in mineralischen Phosphatdüngern festgelegt wird. Notwendig sei vor dem Hintergrund der aktuellen wissenschaftlichen Studien auch, die Festlegung eines EU-einheitlichen und anspruchsvollen Grenzwertes für Uran zu prüfen. Der Bundesrat teilt die Auffassung der Kommission, dass eine effiziente Gewinnung und Nutzung sowie eine Wiederverwertung und Minimierung von Abfällen wichtige Schritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Verwendung von Phosphor sind.
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