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Wirtschaft

Polen vervierfacht den Export

AgE
am
02.10.2013

Poznan - Seit dem EU-Beitritt konnte Polen seine Exporte enorm auf 18 Milliarden Euro steigern. Hauptabnehmer von polnischen Produkten in der EU ist Deutschland.

Nach Angaben der Polnischen Landwirtschaftsagentur (ARR) haben sich die Exporte von Agrar- und Ernährungsgütern seit dem Beitritt Polens zur EU praktisch vervierfacht. Drei Viertel der Exporte gehen in den EU-Raum. Nach 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2004 überschritten sie 2012 erstmals die Marke von 18 Milliarden Euro. Rund drei Viertel der Ausfuhren gehen laut ARR in EU-Mitgliedstaaten, allen voran Deutschland, das zuletzt allein ein Viertel der gesamten polnischen Ausfuhren aufnahm.
 

Polen überholt Italien als Apfelproduzent

Hauptexportartikel sind Fleisch- und Fleischprodukte, Molkereierzeugnisse, Geflügel und, in zunehmendem Maße, Früchte und Fruchtzubereitungen. Einen besonderen Platz nehmen dabei die Erzeugung und die Ausfuhr von Äpfeln ein. Angaben der ARR zufolge hat Polen im letzten Jahr Italien den Rang als Europas größter Apfelproduzent abgelaufen und rangiert damit auch weltweit an zweiter Stelle nach China.
 

Ausfuhren sollen weiter steigen

Landwirtschaftsminister Stanislaw Kalemba rechnet für die kommenden Jahre noch mit deutlich steigenden Agrarexporten. "Unsere polnischen Lebensmittel erobern den Weltmarkt", erklärte Kalemba am Rande der Polagra Food 2013. Wie Kalemba weiter berichtete, zeigt der polnische Außenhandel auch 2013 ein dynamisches Wachstum, so dass der Außenhandelssaldo voraussichtlich das Vorjahresniveau von plus 4,5 Mrd Euro überschreiten wird. Langfristig sollen die Ausfuhren sogar noch stärker steigen. Dabei richten die polnischen Exporteure den Fokus zunehmend auf Asien, allen voran China.
 

Mehr Schweinefleisch nach China

Mit der Expansion in asiatische Märkte sollen sich, so der Minister, die in den letzen Jahren stark schrumpfenden Schweinebestände stabilisieren und sogar wieder aufbauen. Kalemba räumte allerdings ein, dass die polnischen Angebotsmengen bei Schweinefleisch für den chinesischen Markt derzeit noch zu klein und zu inhomogen seien. Die Erzeuger müssten daher die nächsten Jahre nutzen, sich durch Modernisierung und überbetriebliche Zusammenschlüsse fit für den Weltmarkt zu machen.
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