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Hanfanbau

Polizei im Drogenrausch: Beamte finden illegales Cannabis

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am Samstag, 29.01.2022 - 11:15 (Jetzt kommentieren)

Der Anbau von Hanf ist so eine Sache; beliebt, nicht per se illegal, aber mit strengen Auflagen verbunden. Kein Wunder, dass Amateure und auch Landwirte immer mal wieder wegen illegaler Pflanzungen auffliegen. Ein Schlaglicht.

Nicht erst seitdem dank der neuen Bundesregierung eine Aufbruchsstimmung unter Hanfanbauern aufkommt, ist Cannabis eine beliebte Kultur. Weil der Anbau aber an strenge Auflagen gebunden ist, verzichten Menschen gerne auf den offiziellen Weg. Auch Landwirte. Die Polizei kommt immer wieder zumindest einigen auf die Spur. Oft gehen langwierige Ermittlungen voraus.

Manchmal ist es Zufall. Und manchmal die gute Nase der Beamten. Wie etwa im vergangenen Dezember. Da hatten Schupos bei einer Streife einen süßlichen Duft vernommen. Hellnasig geworden, folgten sie der Spur. Und wurden in einer Scheune in der bayerischen Gemeinde Willmars fündig. 1500 Pflanzen, die kurz vor der Ernte standen und einen Verkaufswert von 450.000 Euro gehabt hätten. Die Plantage wurde geschlossen, die Betreiber werden bestraft.

Illegaler Hanfanbau ist Alltag

Die Pflanzung ist kein Einzelfall. Sieht man sich die Polizei-Meldungen durch, kommen jeden Monat wenigstens einige der verborgenen Kulturen ans Licht. Die Hanfpflanzen wachsen in Wohnungen, privaten Gewächshäusern, Kleingartenanlagen, versteckt im Wald oder unter Autobahnbrücken. Oder auf Äckern. So hatte ein Landwirt seine Blühfläche mit Hanfpflanzen aufgemotzt.

Sicher, die Verfolgung ist wichtig, gerade auch im Sinn der legalen Anbauern. Der Eifer der Staatsmacht geht allerdings auch mal nach hinten los: Christian Rehm ist Landwirt aus Laimerstadt im Landkreis Eichstätt. Er hat Hanf auf acht Hektar angebaut. Alles legal mit Antrag und allem Pipapo. Doch dann machte sich im August 2020 die Lebensmittelüberwachung des Landratsamtes bemerkbar. Plötzlich war aus dem braven Bauern ein Drogendealer geworden. Die Polizei und Staatsanwaltschaft ermittelte. Letztlich kam raus, dass alles in Ordnung war. Nur der Landwirt blieb auf 75.000 Euro Schaden sitzen.

Illegaler Hanfanbau verschärft Dürre

In Kalifornien hat der illegale Anbau von Canabis noch eine andere Dimension. Der Bundesstaat leidet extrem unter Trockenheit. Und illegale Pflanzungen verschärfen das Problem, weil sie Wasser klauen. DIe Behörden gehen von Millionen von Litern jeden Tag aus, die den Landwirten und der restlichen Bevölkerung leben. Das kann man sich nicht schön kiffen.

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