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Aufreger

Polizei erlegt Bullen mit 20 Schüssen: War das wirklich nötig?

Krenn
am
21.12.2015

Die drastische Polizeiaktion rund um einen Bullen sorgt für Wirbel in den sozialen Netzwerken. Mit 20 Schüssen wurde das entlaufene Rindvieh zur Strecke gebracht. Das wäre auch anders gegangen, meinen einige Landwirte.

In der hessischen Gemeinde Espenau haben Polizisten nach einer längeren Verfolgungsjagd einen entlaufenen Bullen getötet. Das Erstaunliche: Es waren 20 Schüsse nötig. Am Schluss feuerten die Beamten mit einer Maschinenpistole, um das Tier zu stoppen, das in Richtung Bundesstraße lief. Laut Polizeibericht geschah dies in Abstimmung mit dem zuständigen Jagdausübungsberechtigten, der, wie auch ein Veterinärmediziner, nicht mehr rechtzeitig an der Einsatzstelle eingetroffen wäre.

Die Polizisten sahen demnach keinen anderen Ausweg. Einige Landwirte sehen das jedoch anders. Für viele wäre das Einfangen eine Option gewesen. "Einfangen wäre auch eine Lösung gewesen, wir haben das auch schon machen müssen, aber nicht mit einer sondern mit mehreren Färsen", schreibt ein User auf facebook. Ein anderer schreibt, dass man auf den Tierarzt hätte warten sollen. Vermutlich wären 20 Schüsse nicht nötig gewesen, wenn man den Bullen "durch den Atlas" geschossen hätte, so die Meinung eines anderen.

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