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Wolf

Polizei muss überfahrenem Wolf beim Sterben zusehen

Toter Wolf
Rasso Walch/jagderleben.de
am
13.04.2017

Wegen der Rechtslage in Niedersachsen mussten Polizisten nach einem Verkehrsunfall 45 Minuten lang zusehen, wie ein Wolf seinen Verletzungen erlag.

Am Dienstag kam es um 07:12 Uhr im niedersächsischen Varnhorn zu einem Verkehrsunfall: Ein 53-jähriger kollidierte mit einem Wolf. Wie jagderleben.de mitteilt, wurde der Wolf etwa 50 Meter mitgeschleift, bevor er schwer verletzt am Fahrbahnrand zum Liegen kam. Die an der Unfallstelle eingetroffenen Ordnungshüter, unter denen ein offizieller Wolfsberater war, konnten das Tier allerdings nicht erlösen, denn dafür muss in Niedersachsen ein Amtstierarzt oder ein Veterinärmediziner mit Sachkundenachweis hinzugezogen werden.

"Dem Tier tatenlos beim Sterben zuzusehen, fiel den Kollegen nicht leicht"

Bis es dazu kam, erlag der Rüde vor Ort seinen Verletzungen. "Dem Tier 45 Minuten tatenlos beim Sterben zuzusehen, fiel den Kollegen vor Ort nicht leicht", so die zuständige Sprecherin der Polizei gegenüber jagderleben. Daher sei man mit der Vorgehensweise seitens der Polizei auch "nicht glücklich".

Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist derzeit nicht bekannt. Der PKW-Fahrer blieb bei dem Zusammenstoß unverletzt.

Mit Material von Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, jagderleben.de
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