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Politik national

Position klar: Lindemann will nach der Wahl bleiben

von , am
24.04.2012

Hannover - Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Gert Lindemann positioniert sich frühzeitig: Anfang 2013 stehen Landtagswahlen an. Sollte das Ergebnis passen, will er im Amt bleiben.

Lindemann lehnt Konzentration der Investitionsförderung ausschließlich auf besonders tiergerechte Haltungssysteme ab. © Christiane Meyerdierks/Niedersächsische Landwirtschaftsministerium
Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert  Lindemann hat offenbar Gefallen an seinem Amt gefunden. "Ich schließe ein Verbleiben im Ministeramt nicht aus, sollte das Ergebnis der Landtagswahl dies zulassen", sagte der CDU-Politiker. Lindemann, der im Oktober 65 Jahre alt wird, hatte das Landwirtschaftsressort in Hannover im Januar letzten Jahres nach dem Rücktritt von Astrid  Grotelüschen übernommen.

Mit Tierschutzinitiative überrascht, aber keine 'Agrarwende' zu erwarten

Er war damit einer eindringlichen Bitte von Ministerpräsident David  Mc Allister gefolgt, der wieder einen Fachmann an der Spitze des Agrarministeriums wollte. Im November 2005 hatte der damalige Bundeslandwirtschaftsminister Horst  Seehofer Lindemann als Staatssekretär von Hannover nach Berlin geholt. Auf diesem Posten blieb er, bis er Anfang 2010 überraschend von Ministerin Ilse  Aigner in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden war. Später übernahm der Jurist das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden der Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG), das er nach seiner Rückkehr nach Hannover wieder aufgab.
 
Dort hat er unter anderem mit einer Tierschutzinitiative überrascht. "Ich bin dafür, die Landwirtschaft in Einklang mit den gesellschaftlichen Erwartungen und unter Beachtung der wirtschaftlichen Bedingungen weiterzuentwickeln", bekräftigte der Minister jetzt. Eine "Agrarwende" sei aber mit ihm nicht zu machen. Lindemann spürt eigenen Angaben zufolge in der Bevölkerung ein "wachsendes Verständnis für eine moderne, arbeitsteilige Landwirtschaft".
 
In Niedersachsen wird am 20. Januar 2013 ein neuer Landtag gewählt. 
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