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Wirtschaft

Preisabsprache: Emmi muss Strafe zahlen

© schemmi/pixelio
lid
am
12.12.2013

Wien - Der Schweizer Milchverbarbeiter Emmi hat in Österreich mit Händlern Preise abgesprochen. Ein Kartellgericht hat dem Unternehmen nun eine Strafe von 210.000 Euro verordnet.

Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Erlöse um mehr als 10 Prozent. © Emmi
Der Schweizer Milchverbarbeiter Emmi hat in Österreich mit Händlern Preise abgesprochen. Ein Kartellgericht in Wien hat das Schweizer Unternehmen Emmi aufgrund von Preisabsprachen zu einer Kartellstrafe verdonnert. Emmi habe sich in Österreich mit Händlern über die Verkaufspreise diverser Milchprodukte verständigt und Aktionspreise abgestimmt, meldet die Handelszeitung. 210.000 Euro Strafe muss der Luzerner Milchverbarbeiter deswegen nun bezahlen. Das Urteil ist rechtskräftig. Das Kartellverfahren wurde aufgrund eines Vergleichs beendet.

Emmi verstärkte Compliance

Emmi bestätigte den Sachverhalt gegenüber der Finanznachrichtenagentur AWP. Als relativ kleiner Akteur in Österreich habe der Milchverarbeiter wenig Möglichkeiten, die Preisgestaltung seiner Abnehmer zu beeinflussen, argumentierte Emmi. In Reaktion auf die Geschehnisse seien die Compliance-Maßnahmen verstärkt worden, berichtete der Konzern laut Basler Zeitung.
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