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Ernährung und Gesundheit

Preise für Nordseekrabben halbiert

Externer Autor ,
am
09.10.2013

Die Verbraucher dürfen sich momentan über günstige Nordseekrabben freuen. Die Erzeugerpreise befinden sich auf Talfahrt und sind binnen weniger Wochen auf unter drei Euro das Kilo gefallen.

Somit haben sich die Preise innerhalb kurzer Zeit halbiert, wie der Deutsche Fischereiverband in Hamburg mitteilte. Noch im Sommer mussten rund sechs Euro pro Kilo gezahlt werden. Soll die Nordseekrabben-Fischerei hierbei noch nachhaltig und kostendeckend sein, müsse die Marke von drei Euro pro Kilo unbedingt gehalten werden, so die Einschätzung von Branchenkennern.

Ungewöhnlich rapider Preissturz

Der enorme Preissturz erkläre sich durch die unerwartet guten Fänge im Wattenmeer und den Küstengewässern. Von einzelnen Kuttern werden Spitzenfänge von fünf bis acht Tonnen Nordseekrabben pro Woche gemeldet. Es ist zwar normal, dass in der Herbstsaison meist gut gefangen wird und nach den absatzstarken Sommermonaten trotz steigender Fänge die Preise fallen. Ein derart massiver Preisrückgang von über drei Euro pro Kilo ist jedoch auch in dieser Fischereibranche ungewöhnlich.

Glück für die Verbraucher

Die Verbraucher dürfen sich jedenfalls freuen. Feinschmecker können die kleinen Delikatessen aus der Nordsee nun deutlich günstiger kaufen. Sogar in der norddeutschen Bevölkerung selbst ging aufgrund der hohen Preise während der Sommermonate der Konsum merklich zurück. Schließlich bleiben von einem Kilo ungepulter Krabben nur circa 300 Gramm übrig und die Preise für den Endverbraucher steigen auf rund 40 Euro oder mehr pro Kilo.

Hochwasser Ursache für Fangmengen?

Experten spekulieren nun über die unerwartet hohen Fangmengen im Wattenmeer und den Küstengewässern. Möglicherweise hat das Elbe-Hochwasser des Frühjahrs zu dieser Ertragssteigerung geführt. Grund zu dieser Annahme gibt das laut Fischern ebenso starke Wachstum von Miesmuscheln und deren deutliche Bestandszunahme. Durch das Hochwasser sind Nährstoffe und organische Substanzen aus dem Binnenland ins Meer gelangt. Diese haben dort möglicherweise den biologischen "Stoffwechsel" des Wattenmeeres angeregt und somit auch das Wachstum der Krabben und Muscheln gesteigert. Noch liegen allerdings keine wissenschaftlichen Messwerte hierfür vor.
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