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Umwelt

Problem-Wolf stammt aus verhaltensauffälligem Rudel

Nicoleta Culiuc/agrarheute
am
31.03.2015

Der scheulose Wolf, der im Kreis Herzogtum Lauenburg sein Unwesen trieb, ist nun offiziell identifiziert. Der Rüde stammt aus dem Munsteraner Rudel, das bereits mehrfach verhaltensauffällig wurde.

Die Ergebnisse der Gen-Untersuchungen zeigen, dass der verhaltensauffällige Wolf, der im Februar im Kreis Herzogtum Lauenburg vier Schafe riss, aus dem Rudel des Munsteraner Truppenübungsplatzes in Niedersachsen stammt. Dabei handelt es sich um einen jungen Rüden. Das Besondere dabei war nicht unbedingt der Nutztierriss als solches, sondern die Tatsache, dass der Wolf keine Menschenscheu zeigte und sich nur schwer vertreiben ließ.

Wolf zeigt ungewöhnliches Verhalten

Die fehlende Scheu des Wolfes zeigte Ähnlichkeit zu dem Verhalten des Munsteraner Wolfsrudel. Die Wölfe auf dem Truppenübungsplatz in Niedersachsen fallen bereits ebenfalls seit längerer Zeit auf, weil sie Berichten zufolge wenig Distanz zu Menschen zeigten. Die Verwandtschaft des Wolfes zum Rudel ist nun durch den Gentest bestätigt.

Brandenburg: Ein Wolf wurde offenbar erschossen

Im Landkreis Elbe-Elster wurde Ende März ein toter Wolf gefunden. Der Kadaver wird nun am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin untersucht. Offensichtlich erlag der Rüde einer Schussverletzung, wie Robert Frank, Wolfsbeauftragter des Landesjagdverband Brandenburg e.V. (LJVB), bestätigt.
 
"Landesjagdverband und Deutscher Jagdverband verurteilen die Tat aufs Schärfste. Egal wer es war - sie wirft die Bemühungen der Brandenburger Jäger erheblich zurück.", so Frank.  Der LJVB fordert eine konsequente Strafverfolgung.

Wolfsichtungen: Der Wolf tappt in die Fotofalle

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