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Dorf und Familie

Probleme mit der Saatguttreuhand, Winterfurche und nicht angeschlagene Maiskörner

Externer Autor ,
am
09.11.2012

Was tun wenn die Saatguttreuhand zu unrecht fordert? Darf man noch eine Winterfurche anlegen? Und was tun wenn der LU den Häcksler falsch einstellt?

Fendt mit Pflug (klick aufs Bild) © Landliveuser 240985
Herbst- / Winterfurche
 
christiannds fragt die Forengemeinde: "Mal hört mans so, mal so, was ist da denn eigentlich taxe? Ich meine mich interessiert es, es betrifft mich aber (noch) nicht. Meine Rübenflächen werden noch jährlich mit Oscar begrünt, aber sonst? Hier wird dieses Jahr wieder mehr Herbstfurche angelegt, dabei dachte ich, das sei nicht mehr gestattet, wenn man es nicht mehr besät. Man könnte selbstverständlich gleichzeitig über den Nutzen, oder den Unsinn solcher Maßnahmen bzw. Maßgaben diskutieren." meinereiner77  schreibt: "Also wenns keine Felder mit CC Wasser oder CC Wind sind, bestehen keine Einschränkungen beim Pflügen:" und verweist auf einen Link zum [www.lfl.bayern.de]. Zum Sinn des Pflügens meint Darky: "Ich denke das eine sehr flache Pflugfurche nach dem Drusch in verbindung mit einer raschen Saat von Zwischenfrüchten gerade im Biolandbau Vorteile bringt. Man schneidet halt mal alles durch u bricht die Brücke.  Da kommt man bei meinen Bedingungen mit dem Grubber Solo an seine Grenzen. Ackern als solches muss ja nicht schlecht sein....nur kann man viel Bodenleben kaputt machen wenn man ohne Sinn u Verstand arbeitet" Und Fendtfan schreibt: "Ich denke, die Frage Winterfurche oder nicht sollte vom Boden abhängen. Auf leichten, sandigen Standorten würde ich nicht im Herbst pflügen und dann bis zum Frühjahr liegen lassen, da diese Böden in der Regel ersosionsgefährdet sind. Anders sieht es auf schweren Böden aus, wie wir hier beispielsweise mit den Marschböden haben. Da führt nur die Winterfurche zu wirklich guten Erträgen."
 

Probleme mit der Saatguttreuhand

bioopi schildert folgenden Fall: "Folgende Sachlage: Ein Kunde von mir hat vor einigen Jahren Futterware und Speisware bei mit erworben. Bei einen Kontrolle der STV gaben diese an, es versät zu haben. Die Folgen: Unterlassungserklärung => Ist angeblich bei der STV nicht eingegangen. Daher nun ein Schreiben über 755€ Strafe. Denn man dürfe keinem etwas verkaufen, was er zu Saatzwecken verwenden könne. Wer von euch hatte schonmal damit zu tun, und kennt sich da etwas aus?" Notill empört sich ebenfalls:" D.H. wir müßen in Zukunft unser Getreide Verbrennen, da wenn wir es verkaufen, könnte der Käufer es zur Aussaat verwenden? Sowas muß in die Zeitungen! so schnell wie möglich! Wenn siech die Saatgutmaffia mit solchen aussagen lächerlich machen will, dann muß man da helfen! Vor allem kann es doch nicht sein, daß du die Strafe bekommst, wenn die ihr Konsumprodukt ausserhalb der vereinbarung anwenden? Oder bist du Schuld, wenn jemand dir etwas verkauft, und dieser dann den von dir erhaltenen Geldschein mit dem Kopierer vervielfältigt? Haben die auch dazugeschrieben wie man die Konsumware behandeln muß, damit der Kunde sie nicht zur aussat verwenden kann?" Und Darky schreibt: " Ich würde denen einen netten Brief schreiben. Wenn der Besitzübergang stattgefunden hat dann hast du rechtlich doch eh keine Handhabe gegen den neuen Eigentümer des Getreides. Selbst wenn du erfahren würdest das der das zeug drillt kannst du ihm das nicht wirklich wirksam verbieten. Und man kann schlecht etwas von dir verlangen, was du nicht rechtssicher durchführen kannst. Hier würde ich fragen welches Gesetz stärker ist....Bundesgesetz oder Richtlinien der Stv....ich würde mich auch streiten und es im zweifel auf ein Duell im Morgengrauen ankommen lassen undich mach dir den Adjutanten....."
Ihre Meinung dazu?        https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/46639/page/1/

Landwirtschaft beim Schummeln kreativ

Immenfreund weist auf einen Artikel der Südwest-Presse hin in dem angeprangert wird das 4% der Agrarzahlungen zu unrecht gezahlt werden hin und fragt: "Schaut euch das an; ist die Landwirtschaft wirklich so, oder wird sie wieder als Sündenbock herhalten müssen ?"agricultur meint: "Solange es Beihilfen gibt, gibt es auch Betrüger nicht nur in der Landwirtschaft."  Und Rottalboy ergänzt: "" Zudem sind die Antragsregeln so umfangreich, dass selbst Experten in der Bürokratie schnell den Überblick verlieren" Diesen Satz sollte man dick unterstreichen, den Parlamentarieern, Rechnungsprüfern und Konsorten um die Ohren dreschen. Die meisten Fehler sind doch der Kompliziertheit geschuldet, nix Vorsätzlicher Betrug. Das dürfte die Ausnahme sein." Und katharinas fragt: "Wie viel Prozent davon werden in Deutschland zu unrecht ausbezahlt??? Ich denke wenn sich die anderen Mitgliedsstaaten erstmal an das Kontrollniveau in Deutschland angepasst haben, dann dürfte ein großer Teil dieses Problems erledigt sein." nurich fasst zusammen: "Ich kann den Satz von agricultur nur unterstreichen. Aber die Betrügerreien gibt es ja nicht nur beim Verteilen von Beihilfen. Natürlich sind die Antragsregeln so umfangreich, das sich niemand mehr wirklich auskennen kann, wodurch zum einen der Überblick verloren geht, aber diese Tatsache ermöglicht auch Betrügerreien. Aber warum sind wir an dem Punkt? Weil wir immer neue Regelungen brauchen um die Landwirtschaft vom Gängelband der EU abhängig zu machen. wie heist es im Text: 'Es wird zeit die Fehler im System auszumerzen'. Welche Mängel soll man den abstellen, der Mangel ist das System."

Maiskörner im Silomais nicht angeschlagen - Verantwortung des Lohnunternehmers?

Sandro84 hat folgendes Problem: Nach dieser Maisernte mussten wir mit Erschrecken feststellen, dass ein Großteil der Maiskörner nicht angeschlagen war. Man findet die zuenen Körner am Futtertisch als Rest und im Kot der Tiere. Das ist natürlich absolut heftig für den Energiegehalt der Ration und dementsprechend frage ich mich, ob ich das so einfach hinnehmen kann. Bloß was sind die Ursachen: War der Mais einfach zu trocken? War der Corncracker kaputt oder falsch eingestellt? Hätten wir das während der Ernte bemerken müssen? Hätte der Lohnunternehmer das bemerken müssen? Hattet ihr ähnliche Fälle oder habt von welchen gehört? Meiner Meinung nach gehört das zur Dienstleistung des Lohnunternehmers auf solche Sachen zu achten und seine Maschine vernünftig einzustellen. Bei der Aussaat renn ich dem Lohnunternehmer ja auch nicht nach und miss ob er auch tief genug ablegt und die Saatstärke stimmt. Dementsprechend plane ich, vom Lohnunternehmer eine Entschädigung zu fordern. Ich will ihn nicht verklagen oder dergleichen, aber ich bin auch nicht bereit den vollen Preis für seine Dienstleistung zu zahlen." Fendtfan schreibt dazu: "Kontrolliert ihr während der Ernte denn nicht, wie das Häckselgut aussieht? Wir nehmen immer mal wieder ne Hand Mais in die Hand und gucken, ob die Körner angeschlagen sind. Sollte dies nicht der Fall sein, kann man direkt zum Häcksler um abzuklären, was los ist. Im Nachhinein ist das nur Rennerei und bringt ja auch nichts mehr, oder willste jetzt jedes Korn nachträglich anschlagen? So hart es auch klingt, ihr habt bei der Ernte gepennt. Entweder ist der Cracker nicht richtig eingestellt oder zu sehr verschlissen gewesen oder sonst was. Da kennen sich andere hier besser mit aus. Aber am TM-Gehalt des Erntegutes wird es wohl eher weniger liegen. Wir haben auch mit etwa 35-36 & geerntet, und alle Körner sind angeschlagen gewesen." Die meisten User sind ähnlicher Meinung, DWEWT merkt noch an: "gibt es einen Werksvertrag der die Arbeitsqualität konkret beschreibt? Es muss kein schriftlicher Vertrag sein. Allerdings benötigt man für diesen Fall Zeugen. Im Falle eines Werksvertrages, liegt die Aufgabe der Kontrolle der Arbeitsqualität beim LU. Ich hatte mal einen thread gestartet, der die Auftragsvergabe zum Inhalt hatte. In der Landwirtschaft scheint es für die Notwendigkeit einer genau beschriebenen Arbeitsqualität noch kein Bewusstsein zu geben. Aus Fehlern sollte man lernen!"
Alle Beiträge hier:        https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/46559/page/1/

passend dazu:
Maissorten 2013  
 

2 Takt Eigenmischung oder Fertiggemisch kaufen

Augassnerbauer fragt: "Mischt ihr euer Motorsägenbenzin noch selber oder kauft ihr schon das Fertiggemisch? Ich mische noch selber, hab aber bei einen Bekanten, bei dem ich öfters im Wald helfe mal das fertige in meine MS eingefüllt.Dann Zuhause wieder das selbstgemisch. und ich hab es direkt gerochen und gesehen wie blau das Zeug raucht. Ich wollte mir schon lang das fertige kaufen, wenn da der Preis dafür nicht wäre, ich brauche so 50-100 Liter/Jahr." wiso schreibt: "Ich fahr nur noch Sonderkraftstoff, in meinem Fall Aspen. Du tust deinen Maschinen und dir damit auf jeden Fall nen Gefallen. Bei 100l kost dich das keine 150€ im Jahr mehr. Das sollte dir deine Gesundheit wert sein. Zudem sparst dir das lästige Mischen und kannst beliebige Mengen einfach abzapfen. Ich mach jeden Abend den Kombikanister einfach wieder voll ohne dass ich mir Gedanken übers Mischungsverhältnis etc. machen muss. Einfacher gehts nicht."  Biobauer merkt noch an: "Und es absolut ungut,ständig hin und herzu wechseln. Gefällt den Motoren nicht besonders...." 

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