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Demonstration

Proteste: 10.000 Landwirte blockieren Griechenland

© ah/youtube
von am
28.01.2016

Auch in Griechenland und den USA machen Bauern ihrem Ärger Luft. Sie sperren mit Traktoren Straßen und verweigern die Belieferung von Wochenmärkten. In den USA wurde ein Landwirt wegen Landstreitigkeiten von der Polizei erschossen.

Die griechischen Bürger gehen auf die Straße. Sie protestieren gegen die Reform des Rentensystems sowie Steuererhöhungen. Auch etwa 10.000 Landwirte unterstützen die Aktion mit vereinten Kräften. Sie blockierten mit ihren Traktoren landesweit wichtige Straßenverbindungen und Grenzübergänge, wie griechische Medien berichten.

Streik: Leere Märkte und Fähren bleiben im Hafen

Auch in Athen war die Streik- und Protestwelle allerorts spürbar. Kunden standen auf den großen Wochenmärkten vor leeren Ständen, denn sie waren von den Landwirten nicht beliefert worden, wie die Frankfurter Rundschau (FR) berichtet.

Doch die Händler hätten mitgespielt und die wenige Ware, die sie noch vorrätig hatten, an die Bürger verschenkt, so die FR. Neben den landwirtschaftlichen Aktionen werden auch Fähren, Rechtsanwälte, Notare und Journalisten in den Streikzustand gehen.

Landwirte lehnen Gespräch mit Regierung ab

Regierungschef Alexis Tsipras hatte sich aufgrund der prekären Lage mit den Landwirten zusammensetzen wollen. Doch diese lehnten aus voller Überzeugung ab. Wie die FR berichtet, sagte einer der Demonstranten im griechischen Fernsehen, dass "die Regierung erst die bestehenden Pläne zur Renten- und auch zur Steuerreform vollständig zurückziehen" müsse, bevor man sich überhaupt auf ein Gespräch einlasse.

42 Prozent Besteuerung: Überleben als Landwirt 'unmöglich'

Landwirt Giorgos Machas, der eine der Protestaktionen in Mittelgriechenland anführt, sagt laut FR: "Wir sind für jeden Dialog offen, aber nicht, wenn Tsipras zwar reden will, aber gleichzeitig schon vorab ankündigt, seine Pläne seien unabänderlich. Wie soll man da noch zusammenkommen?" Es sei jedenfalls unmöglich, als Landwirt mit 42 Prozent Besteuerung zu überleben.

Geplante Rentenreform löst Protestwelle aus

Die geplante Rentenreform löst im ganzen Land Empörung aus. Sie sieht zum Teil starke Einschnitte vor, wie Kürzungen von durchschnittlich 15 Prozent der Rente für alle, die künftig rentenberechtigt werden, berichtet die dpa.

US-Landwirt erschossen: Dramatisches Ende einer Protestaktion

Dramatischer ging ein Protest in den USA zu Ende. Im Bundesstaat Oregon erschoss die Polizei einen Landwirt, wie der Kurier berichtet. Er hatte zusammen mit anderen Bauern seit Wochen ein leerstehendes Gebäude auf dem Gelände eines Nationalparks besetzt. Der Streit um staatliches Land war eskaliert und immer gewalttätiger geworden.

Landwirte fordern "ihr" Land zurück

Wütende Farmer würden laut Kurier schon seit Jahren darum kämpfen, dass ihr Vieh auf Staatsgrund kostenlos weiden darf. Die Regierung in Washington kontrolliere etwa die Hälfte des Landes im Westen der USA, so die Zeitung. Die Landwirte fordern, dass "ihr" Land den Kommunen und den dort ansässigen Bürgern ohne Aufsicht der Bundesregierung zur Nutzung überlassen wird. Nun forderte der Streit sein erstes Todesopfer.

Brennende Reifen: Landwirte blockieren Autobahn

Chaos auf der Autobahn in Frankreich. Es raucht und qualmt. © ah/youtube
Verbrannte Erde: Die Aktionen der Landwirte hinterlassen deutliche Spuren. © ah/youtube
Über 100 Bauern mit 30 Traktoren machten allein auf der Autobahn RN12 ihrem Ärger Luft. © ah/youtube
Keine Traktorenparade, sondern Demonstrationen mit ernsthaftem Hintergrund. © ah/youtube
Seit Monaten gehen die Landwirte in Frankreich aufgrund der prekären Lage auf die Straße. © ah/youtube
Die Autofahrer müssen Staus und lange Wartezeiten hinnehmen. © ah/youtube
Die Demonstrationen dauerten laut der französischen Zeitung Le Monde mehrere Tage. Weitere sind für Ende der Woche geplant. © ah/youtube
Nicht einmal die Leitplanken waren sicher vor den wütenden Bauern. © ah/youtube
Die Landwirte ließen sich auch zu größeren Sachbeschädigungen hinreißen. © ah/youtube
Mit dem Traktor "Zeichen setzen": Laut Bauernverband FDSEA könnten viele Landwirte ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. © ah/youtube
Brennende Reifen in Frankreich. Auch die Junglandwirte riefen zu Aktionen auf. © ah/youtube
Im Land kommt es immer wieder zu Protesten gegen die niedrigen Erzeugerpreise für Milch, Fleisch (hier vor allem Schweinefleisch) und Gemüse. © ah/youtube
Die Landwirte in Frankreich halten zusammen. Viele fanden sich an den Protestorten ein. © ah/youtube
Der Verkehr wurde durch die Aktionen zum großen Teil lahmgelegt. © ah/youtube
Es brennt in Frankreich. Bauernverbände fordern mehr Geld vom Staat. © ah/youtube
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