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Politik EU

Proteste in Brüssel: Polizei setzt Tränengas gegen Landwirte ein

© European Council
von , am
08.09.2015

In Brüssel kam es gestern während der Proteste der Milchbauern zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Wie die belgische Nachrichtenagentur berichtet, wurden Pflastersteine geworfen und Tränengas eingesetzt.

 
Unter starkem Sicherheitsaufgebot begannen am Montagmorgen die Demonstrationen mehrerer tausend Landwirte für bessere Milchpreise in Brüssel. Der vom Dachverband für EU-Landwirte Copa-Cogeca organisierte Demonstrationszug ging zunächst über die Rue Belliard vor dem Europaparlament her.
 
Eine Strasse weiter protestierten die Milchbauern des BDM. Am Schumannplatz vor dem Ratsgebäude machten die Mitglieder des European Milk Boards (EMB) ihrem Unmut freien Lauf. Bereits am Morgen hatten Bauern aus mehreren EU-Ländern auf dem Weg nach Brüssel mit ihren Traktoren für Staus auf belgischen Autobahnen und Landstraßen gesorgt.
 
Der dpa zufolge waren rund 6.000 Teilnehmer und 2.000 Traktoren - darunter rund 800 aus Deutschland - in Brüssel vor Ort.

Pflastersteine und Tränengas

 
Bei den Protesten tausender Bauern in Brüssel ist es am Montag vereinzelt zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Landwirte warfen am Nachmittag Flaschen und Pflastersteine auf die Polizisten, meldete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Die Beamten setzten daraufhin Tränengas ein. Löschfahrzeuge waren im Einsatz, um brennende Heuhaufen zu löschen und Gruppen radikaler Landwirte zu zerstreuen.
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