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Wirtschaft

QS-Strafgelder gehen in die Forschung

pd
am
17.04.2013

Bonn - Die QS Qualität und Sicherheit GmbH verwendet Geld aus Vertragsstrafen jetzt für Forschungsprojekte. Dazu hat die Gesellschaft einen Wissenschaftsfonds gegründet.

Die QS Qualität und Sicherheit GmbH hat jetzt einen Wissenschaftsfonds gegründet. Er dient dazu, Wissenschafts- und Forschungsprojekte in der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu fördern.
 
Das Geld für den Fonds stammt aus Vertragsstrafen, die Systempartner bei Verstößen gegen die QS-Anforderungen zahlen müssen. Die Entscheidung über die Vergabe von Mitteln trifft ein eigens eingerichteter Vorstand.

Forschung zu Antibiotikaeinsatz, Ferkelkastration und Nachhaltigkeit

2013 wurden über den Fonds bislang 111.000 Euro vergeben. Die geförderten Projekte beschäftigen sich mit der Reduktion des Antibiotikaeinsatzes, Alternativen zur Ferkelkastration und mit der Nachhaltigkeit der Wertschöpfungskette. Die geförderten Projekte sollten einen Nutzen für die gesamte Wertschöpfungskette bringen, teilt QS mit.  Die Ergebnisse werden öffentlich zugänglich gemacht.

Über 200.000 Euro Vertragsstrafen in drei Jahren verhängt

In den vergangenen drei Jahren wurden insgesamt 506 Sanktionsverfahren in der Systemkette Fleisch und Fleischwaren durchgeführt. In 346 Fällen wurden Vertragsstrafen in Höhe von insgesamt 203.400 Euro verhängt.
Für die Ahndung der Verstöße ist ein unabhängiger Sanktionsbeirat zuständig. Je nach Schwere des Verstoßes kann er neben finanziellen Vertragsstrafen auch Abmahnungen aussprechen oder vermehrte Kontrollen sowie den zeitweiligen bis dauerhaften Ausschluss aus dem QS-System anordnen.
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