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Politik international

Qualität und Preis sind entscheidend

von , am
13.10.2009

Köln/Halle (Saale) - Namhafte Fachleute diskutierten beim IAMO-Symposium auf der Anuga über die Märkte Russland und China. Den deutschen Handelsmarken wird ein großes Potential auf den Märkten in Mittel- und Osteuropa eingeräumt.

© Alx/Fotolia

Experten der Agrar- und Ernährungswirtschaft erörterten beim Symposium des Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO), am 12. Oktober, auf der Anuga in Köln, die Frage, ob Handelsmarken eine Strategie für deutsche Unternehmen sein können, um sich erfolgreich auf den

Lebensmittelmärkten Russlands oder Chinas zu etablieren. Beide Länder gelten mit ihren Wachstumsmärkten auch für deutsche Hersteller und Händler als besonders interessant.

Altersgruppe der 30- bis 45-Jährigen interessanteste Käuferschicht

Russland-Expertin Dr. Ekaterina Kuskova erläuterte, dass auf dem russischen Markt nicht nur der Preis, sondern auch die angebotene Qualität ausschlaggebend für Kaufentscheidungen der Verbraucher sei. Nur preiswert allein reiche hier nicht aus. In China dagegen würden viele Konsumenten vor allem und zuerst auf den Preis achten, so Dr. Jan de Graaf von der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft. Beide waren sich jedoch einig, das sowohl in Russland als auch China die Altersgruppe der 30- bis 45- Jährigen als Käuferschicht besonders interessant sei. Diese verfüge zum einen über die höchste Kaufkraft und sei gleichzeitig auch besonders markenbewusst. So zumindest die Situation in den Metropolen und großen Städten.

Hochwertige Produkte schaffen Verbrauchervertrauen

Thomas Rudelt von Metro Cash & Carry International führte in diesem Zusammenhang aus, dass das Einhalten der Qualitätsstandards gerade auch bei der Kooperation mit lokalen Partner von höchster Priorität für Metro sei. Auch Fabian Wehnert vom Markenverband e.V. betonte die Bedeutung verlässlich hochwertiger Produkte. Erst damit könne auch eine erfolgreiche Etablierung im Handelsmarkensegment gelingen. Schließlich gehe es darum, das Vertrauen der Verbraucher dauerhaft zu gewinnen. Dass in China das Label „Made in Germany“ auf jeden Fall ein Türöffner sein kann, beschrieb de Graaf. Deutsche Produkte würden hier sehr positiv, als qualitativ hochwertig wahrgenommen. (IAMO/pd)

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