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Dorf und Familie

Quark(s) & Co, Mischwagen und Gülleliefervertrag

Externer Autor
am
21.02.2014

Welchen Mischwagen haben die landlive-User 2013 gekauft? Wie wird der Beitrag über die Kuh bei "Quarks und Co" gesehen? Und wie sollte ein Gülleliefervertrag aussehen?

Welchen Futtermischwagen habt ihr 2013 gekauft?
 
Mit dieser Umfrage startet cowtom84 sein Thema. wirth schreibt: "Kuhn Euromix 870 getauscht gegen 980." Und tixto antwortet: "Siloking 12m³ wireless. Sehr zufrieden bisher!" Poldi meint: "Wenn ich einen hätte kaufen müssen, dann Keenan!" Darauf Top881: "Haben 2013 einen Siloking Compact 12 gekauft, hatten vorher auch einen Siloking. Sind damit sehr zufrieden, Keenan hätten wir auch gerne genommen, passt aber betrieblich leider nicht rein."
Auf die Fagen von Fendt90: "Wollte mal fragen, ob jemand Erfahrungen mit einem Kuhn Euromix 850 hat. Also den Fräsmischwagen. Kann man mit der Maschine aus einem 1,20 m hohem Silo gut entnehmen? Wie sieht es mit längerer Grassilage aus? Wird das alles sauber entnommen, oder nicht? Wie siehts mit Wartungsfreundlichtkeit, -aufwand aus?" antwortet WeissJohannes: "Zu dem Typ speziell kann ich dir nix sagen. Ich bin 2012 von Faresin auf Kuhn umgestiegen und von Frässe auf Topf. Bei langem Gras wird es sehr laut und kraftraubend. Ich hatte selber nen 8,5 cbm TMR Faresin am 50er Case. Umso länger das Gras ist, um so heisser wird das Öl, plus mehr Abnutztung an den Pumpen. Rundballen-Silagen fräsen is der absolute Killer. Das einzige, was für mich für das Frässystem spricht, ist, dass man insbesondere bei Mais schöne dünne Scheiben fräsen kann."

Wer zahlt für solchen Quark?

Schleeh äußert sich zum Kommentar von Detlef Steinert, Chefredakteur der dlz: "Sehr guter Kommentar, Herr Steinert. Die noch kurzfristig gemachten Änderungen an dem für den "Gülle-Storm" verantwortlichen Vorabvideo zeigen deutlich, dass die für die Sendung Verantwortlichen beim WDR weit über das Ziel hinaus geschossen sind. Dort nimmt man sich die Reaktionen der Landwirte mittlerweile zu Herzen. Die Massen-Proteste auf facebook über das letzte Wochenende haben den Verantwortlichen wenig Schlaf und Ruhe gelassen. Hoffen wir, dass aus den gemachten Fehlern gelernt wird. Auf beiden Seiten! Auch die Landwirte müssen selbst noch mehr nach außen zeigen, das Sie keine profitgierigen Tierquäler sind. Die Öffentlichkeit muss lernen, dass unser heutiger Lebensstandard und Wohlstand ohne effiziente Landwirtschaft nicht mehr funktioniert. Und die Verbände und Lebensmittelindustrie müssen aufhören den Verbrauchern weiter ein Landliebe Image zu verkaufen, das es so im Realen nicht mehr geben kann."  schnee123 sieht es etwas anders: "Kein guter Kommentrar, Herr Steinert.  Habe die Sendung auch gesehen und bin der Meinung, dass sie die Realität sehr gut widergab. Immer mehr, mehr, schneller, mehr, noch mehr.. Bin selbst Milchviehhalter und kann nichts falsches, ketzerisches an der Sendung finden! Zum "Gülle-Storm" kann ich nichts sagen, da ich ihn nicht gesehen habe! Auch der dlz täte ein bisschen weniger "Chemielastigkeit" gut!"
Detlef
(Steinert) antwortet auf den ersten Kommentar: " 1. Danke 2. Ich bin da guter Dinge, dass die Landwirte immer mehr verstehen, dass Ansehen echtes Wirtschaftskapital ist und viele die Möglichkeiten virtueller Präsenz erkannt haben und sie auch nutzen. 3. der verfestigten Weltanschauung mancher Redaktionsstuben wird das aber leider nicht entgegenwirken 4. ... reale Bilder: die eine Seite sind sicher die Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft, die Idylle-Bilder einsetzen (lassen); das andere die Werber, die ihnen diese vorschlagen, ... und da muss ich leider konstatieren, dass denen - den Werbern - selbst die Vorstellungskraft fehlt, welche anderen Facetten Lebensmittel und ihre Herkunft heutzutage zu bieten haben. Da endet der Horizont der Kreativität bei "... ach wie schön war es doch bei Oma Erna und ihren 2 Kühen, 5 Schweinen und 20 Hühnern" ... und der eine oder andere soll wohl auch mal die Studien-Bank mit den in 3. angesprochenen gedrückt haben ..." und zum zweiten: "... ich will jetzt nicht auf die andernorts (z.B. auf Facebook) schon vielfach ausgeführten Fehler der Sendung (und derlei finden sich in den Einspielern sowie in der Moderation von Herrn Yogeshwar etliche) eingehen: aber die ganze Sendung hatte schon eine Grundhaltung, die nicht unbedingt als sachlich gelten kann und daher meiner Meinung nach auch nicht den Anspruch der Wissenschaftlichkeit erfüllt (immerhin ist Quarks und Co. nach eigenem Bekunden ein Wissenschaftsmagazin). Zur Chemielastigkeit des dlz agrarmagazins nur eines: unser Geschäftsmodell besteht - ist ja kein Geheimnis - darin, dass 1. unsere Leser über die Bezugsgebühr für die Inhalte bezahlen; und da ist Information darüber, was sich in puncto Pflanzenschutz gerade so tut, eine wichtige Information"
Alle Meinungen hier:           https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/59292/page/1/

Ein weiteres Thema was sich mit der Sendung Quarks und Co befasst:



Gülleliefervertrag

agrotron118 fragt: "Ich wollte nachfragen, wer von euch Erfahrung mit einem Gülleliefervertrag bzw. Gülleabnahmevertrag hat. Konkret habe ich ein Angebot von einem Milchviehhalter erhalten, dem Betrieb einen Teil der Gülle abzunehmen. Jedoch fehlt mir in unserem Gebiet die Erfahrung bzw. Referenzen bei denen ich nachfragen könnte. Jetzt stellen sich mir einige Fragen: Wie schauts mit der Abwicklung aus? Was wird bezahlt bzw. muss für die Gülle bezahlt werden? Woran orientiert sich der Preis bei längerfristigen Lieferverträgen? Sollte man jährlich eine Untersuchung der Inhaltsstoffe machen lassen und den Preis an die N/P/K Preise vom freien Markt anpassen? Wie läuft die Dokumentation ab?"
JK_23
antwortet: "Vertrag brauchst du so weit ich weiß keinen. Es reicht ein Lieferschein mit Menge und Lieferdatum. Wir haben schon mal Gülle abgegeben an einen bei dem wir Silomais ab Feld gekauft haben und da war hat dann der Mais etwas billiger. Wie da korrekt abgerechnet wird, weiß ich auch nicht"
rocknrolldirk schreibt: "Also die Formulare dazu gibts bei uns bei der Landwirtschaftskammer zum Download, ebenso auch das elektronische Erfassungssystem. Tja, wie bewertet man die Gülle. Milchviehgülle dürfte einen Wert grob um 10 Euro/m3 nach Nährstoffen haben, mit viel Spielraum nach oben und unten. Natürlich kostet der Transport Geld. Der Abnehmer sollte sich ausrechnen, was er an Dünger spart (vielleicht auch was er an Mehrerträgen zu erwarten hat, wenn die Güllenährstoffe billig und reichlich sind) aber auch was er an zusätzlichen Ausbringkosten hat. Natürlich kommt es auch auf den Nährstoffdruck in der Region an, also wie schwer es ist, Nährstoffmengen "loszuwerden". Wenn man langfristig ins Geschäft kommen will, muss man die Finanzen so regeln, dass beide Parteien damit glücklich sind. Bei uns in der Region entdecken gerade erstmal einige Kollegen, dass es die Möglichkeit der Güllelieferung überhaupt gibt. Erstaunlich, wie viele Pferdeheuproduzenten noch mit Volldünger arbeiten. Gülle ist wertvoll!"
Darauf meint christiannds: "Theoretisch ja, praktisch nein. Gülle ist in vielen Regionen zuviel vorhanden, der Kram wird 100 km durch die Gegend gekutschert. Verträge würde ich nicht machen, langfristig schon mal gar nicht. Normalerweise sollte es mindestens frei Fläche laufen. Dokumentation, der Abgeber muss das melden, zumindest ist das in Deutschland so. Der Aufnehmer bekommt die Nährstoffe "aufgebrummt"."

MLP/ Ads und HIT-Daten im Roboter

Christian_F möchte folgendes wissen: "Auch wir überlegen schon seit einiger Zeit, ob das AMS-System für uns das richtige ist - einige Anlagen haben wir uns bereits angeschaut. Allerdings war uns bei den Roten aufgefallen, dass die Anbindung an die MLP/ads-Daten und die direkte Verknüpfung mit der HIT-Datenbank so einfach wohl nicht möglich ist. Könnt ihr zu den einzelnen Systemen eine kurze Rückmeldung geben? Für uns wäre dies ein echter Rückschritt, da dies bei unserem alten Westfalia-System (DP21, Doppel 5er) super funktioniert."
Kasey
antwortet: "Beim MIone von GEA/Westfalia geht das ganz selbstverständlich auch weiterhin mit DPC 21. Mach ich schon seit wir den Roboter haben."
Gyllekologe schreibt: "Lely arbeitet ganz offiziell mit dem Herde Programm von dsp-Agrosoft zusammen. Damit lassen sich die doppelten Eingaben für die Hit-Meldungen und das manuelle Einpflegen der LKV-Daten in das T4C vermeiden. Andere Herdenmanagementprogramme könnten zwar die Roboterdaten auslesen, aber keine Daten zurück senden."
rocknrolldirk schlägt hier allerdings einen anderen Weg ein: "Milchkontrolle mit den Roten? Nein danke! Ich weiß ja nicht, wie das bei den anderen geht, aber bei Lely muss man sog. Shuttles schleppen (besonders gesund für Bandscheibengeschädigte!), die 60 Probeflaschen befüllen können. 60 Melkungen sind schnell vorüber, gerade bei gut ausgelasteten Maschinen. Aufgrund von Störungen beim Weitertransport des Dosier-"Löffels", die natürlich gerne Nachts auftreten, am besten in der Nacht, bevor morgens die Proben abgeholt werden sollen(!) und auch der sonstigen unpraktischen Handhabung (nachts Flaschenwechsel, das lehne ich ab) haben wir die Milchkontrolle eingestellt. Melkroboter von Lely können selbst Kuhgewicht, Zellzahlen, Milchtemperatur, Leitwerte, Milchfarbe, Milchmengen und Fett-Eiweiß-Laktose messen, allerdings haben die es noch nicht geschafft, die Eichung (für F, E, L) ohne LKV-Ergebnisse vorzunehmen. Deshalb ist man manchmal zu dieser Prozedur gezwungen. Vermutlich ein Kniefall vor diesen merkwürdigen und mächtigen Verbänden, die durch die Robotertechnik ihre Felle wegschwimmen sehen. Immerhin sind die Ergebnisse, die ein Roboter analysiert vielleicht nicht ganz so genau, Tendenzen und Fett-Eiweiß-Verhältnis kann man im Abgleich mit den Molkereiergebnissen aber ziemlich gut erfassen. Ausserdem hat man sie TÄGLICH und nicht 11 mal im Jahr, was gerade zum Erkennen von akuten Erkrankungen sehr viel mehr wert ist. Ein Gewichtsverlust über mehrere Tage sagt mir jedenfalls mehr, als ein ungünstiges F-E-Verhältnis, einen Monat zu spät gemessen."
Die gesamte Diskussion:     https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/59194/page/1/


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