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Epidemie

Rätselhaftes Mufflonsterben: 50 Tiere sterben an Lungenentzündung

Mufflon im Schnee
Florian Standke / UJ
am
12.04.2017

Im Landkreis Greiz sind seit Anfang Februar 2017 etwa 50 tote Muffel gefunden worden. Als Erregerquelle kommt angeblich auch Gülle in Frage.

50 tote Muffel in nur zwei Monaten stellen die Jägerschaft im Landkreis Greiz vor ein Rätsel. Gegenüber der Redaktion "Unsere Jagd" bestätigte Amtstierärztin Dr. Heidrun Grimm, dass die Todesursache eine Lungenentzündung sei, die das aggressive Bakterium Mannheimia Haemolytica ausgelöst habe. Unklar ist, woher der Erreger stammt.

Eine von vielen Möglichkeiten sei laut Dr. Grimm auch die Verbreitung durch Rinder-Gülle. Eine Untersuchung der aktuellen Vorfälle daraufhin soll es aber nicht geben.

Ansteckungsgefahr für Menschen

"Die Krankheit ist weder melde- noch anzeigepflichtig. Eine dreiwöchige geschlossene Schneedecke, der damit verbundene schlechte körperliche Zustand sowie hohe Bestände mit Großrudelbildung, haben die Epidemie ausgelöst", sagte Grimm laut jagderleben.de.

Menschen könnten sich ebenfalls anstecken. Daher empfiehlt Grimm, Kadaver nur mit Handschuhen zu berühren und diese aus eigenem Interesse zu melden. Gefahr bestehe aber nicht, da die Krankheit behandelbar sei.

Besorgt zeigte sich Lothar Kissel, der Koordinator für den Muffelwildabschuss im Bewirtschaftungsgebiet Schömberg, der um die Bestände bangt. Außerdem lässt die Jägerschaft rechtlich prüfen, ob die Pächter wie von der Veterinärbehörde angeordnet, die Kadaver in einer Tierkörperbeseitigungsanlage entsorgen müssen.

Mit Material von jagderleben.de

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