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Dorf und Familie

Rapsernte, Förderband und Kettenschnellspanner

Externer Autor
am
25.07.2014

Wie läuft die Rapsernte? Was ist bei der Anschaffung eines Förderbandes zu beachten? Und lohnt der Kauf eines Kettenschnellspanners bei der Motorsäge?

Rapsernte
 
christiannds fragt: "Der Raps ist gesund und sehr hell, ja fast weiß, ABER es staubt wie von einem anderen Stern. Kein Rapskrebs oder sowas, alle Stängel sind noch grün. Irgendwie sehr, sehr merkwürdig... Der NH ist nicht mehr gelb, er sieht fast aus wie ein CAT, ist das bei Euch auch so?" Andi24 antwortet: "Ja das war bei dem, wo wir bis jetzt gedroschen haben auch so. Aber das der Mähdrescher nach dem Rapsdreschen schwarz ist, ist eigentlich normal." hartel möchte wissen: "Wie hoch sind bei euch die Rapserträge? Hab gestern 51 dt/ ha bei 6,2 % feuchte gedroschen." Freisinger schreibt: "Da hat ein Nachbar von mir sauber daneben gegriffen.........2 x 5,7 Tonner wurden nicht voll bei 5,5 ha." Und Andi24 meint: Bei dem, wo wir bis jetzt gedroschen haben, sind es 55 dt/ha bei 7,5% Wasser. Hab aber auch schon gehört, das einer 60dt/ha geschafft hat. Der Ölgehalt soll aber schlecht sein bei uns in der Gegend, mehr wie 40 gibts nur ganz selten. Wenn es jetzt noch regnet, dann wird es noch mehr stauben. Das hat nichts mit kranken Pflanzen zu tun. Zudem der Raps mit grünen Stängeln letztes jahr 5 dt weniger Ertrag hatte als der mit den düren Stängeln. Dieses Jahr siehts auch wieder so aus was man so hört bei uns."

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passend dazu: Turbulenter Rapsmarkt


Stroh häckseln oder pressen?

Waldlaeufer80 hat folgende Frage: "Als landwirtschaftlicher "Laie" möchte ich hier mal eine Frage stellen: Bei der derzeit laufenden Getreideernte ist mir aufgefallen, dass das Stroh häufig durch den Mähdrescher gehäckselt wird und auf der Fläche verbleibt. Man sieht fast gar nicht mehr, dass das Stroh gepresst wird. Woran liegt das? Lohnt sich das Pressen nicht mehr oder ist keine Nachfrage mehr nach Stroh vorhanden? Freue mich über Antworten." DonAgraro antwortet: "Das hängt immer vom Preis ab, da dir mit jedem Strohentzug ja auch die darin enthaltenen Nährstoffe flöten gehen. Dieses Jahr ist der Preis dermaßen bescheiden, dass so gut wie niemand sein Stroh verkauft, sondern alle es nur für den Eigenbedarf pressen ...kann man jetzt auch als eine Art Lotteriespiel sehen, denn je geringer das Angebot im Winter -> desto höher der Preis" Mett meint: "Das mag bei euch so sein. Bei uns in der Gegend kaufen die Holländer quasi alles was sie an Stroh bekommen können." Andi24 schreibt: "Bei uns bleibt das Stroh auf dem Feld. Der Boden braucht ja auch Nahrung und zudem will ich in Zukunft auch noch hohe Erträge ernten. Zudem sind mir die Nährstoffe wichtig, die das Stroh enthält."
 
Abendland bringt es auf den Punkt: "Viehlose Betriebe (sprich reine Ackerbaubetriebe) haben meist keine direkte Verwendung bzgl. Einstreu, Futter und so. Nur wenn der Preis lukrativ ist, die Strohbergung (Aufbereitung-> Pressen, Häckseln ... abfahren) keinen sonderlichen Zeitverzug darstellt (Stoppelsturz, Düngung (min. o. organisch), Zwischenfruchtbau etc. etc.), wird angeboten bzw. verkauft. Von vornherein die "Strohkette" selbst als Ackerbaubetrieb zu organisieren/vorzuhalten, bindet Kapital und zusätzlichen Man-Power, die bei sporadischer Nachfrage bzw. fehlenden Grundabnahmeverträgen sachlogisch gescheut wird. Da Haltungsverfahren vor langer Zeit schon auf Gülle überwiegend umgestellt wurden, ist trotz hoher Tierbestände der Bedarf eher gering. Neuerliche Ansätze bzgl. Verbesserung der Haltungsbedingungen präferieren aus "Tierwohl" wieder Einstreu - aber da wird eben auch feines entstaubtes Material angeboten, welches besser mit der Gülle harmoniert bzgl. Homogenität. Das Handling und die Schnittqualität ist wesentlich besser als Quader - o. Rundballenstroh, welches vor dem Pressen geschnitten wurde. Säge- bzw. Hobelspäne ähnlich ind. abgepackt erfreuen sich auch großer Beliebtheit. Ist nun längst nicht alles, was man sagen könnte aber für den Anfang ... Sicher Lohnbetriebe könnten hier Man-Power und Kapitalbedarf entschärfen, aber bei einem unsicheren Markt ist Lagerung und Transport bis zum späteren Verkauf auch Kapitalbindung und mit Lager-Risiko verbunden. Durchgesupptes Stroh, angeschimmelt etc. pp wird man nur in Notlagen los oder an Kandidaten die kaum das Papier der Re. zahlen können oder wollen."
 

Stihl Kettenschnellspanner

jadermatthias möchte Hilfe bei diesem Thema: "Ich möchte mir für einfache und leichte Baum- bzw. Buschpflegearbeiten eine Stihl MS 181 oder MS 211 zulegen. Gelegentlich wird mal ein Bäumchen mit 20 cm Durchmesser gefällt oder mal ein Balken zu Brennholz gemacht.... Nun wird der Kettenschnellspanner (auch mit Ergostart) angeboten und mir stellt sich die Frage, ob der Mehrpreis über ca. 60,00 Euro sich rechnet. Ich habe schon gehört, dass der Schnellspanner im Einsatz leicht verschmutzt und sich dann an dem Rädchen nicht verstellen lässt. Auch im Winter bei Arbeit mit dicken Handschuhen ist der Spanner teilweise nur schwer zu bedienen."
 
Die Meinungen gehen durchaus auseinander, Mett meint: "Das Geraffel ist, meiner Meinung nach, völlig unnütz. Erstmal gehts keineswegs schneller als mit der normalen Kettenspannung, im Gegenteil. Und wenns etwas verdreckt ist, brauchste auch den Kombischlüssel." Kasparow schreibt allerdings: "Ich habs auch an einer kleinen und würde es nicht mehr missen wollen. Kannst halt überall und in jeder Lage auch ohne Schlüssel und Gefummel schnell nachspannen. Das verhacken ist auch schon vorgekommen, aber sehr selten, ab und an muss man halt mal durchpusten. Einmal war ein ET für ein paar Cent defekt." Und Ziegentom antwortet: "Ich habs auch an einer und muss sagen, dass die alte Methode die bessere war. Mit der guten alten Stellschraube konnte ich individueller einstellen als mit den Klicks. Ich bin nicht damit zufrieden." 240236 gibt auch ein Statement ab: "Was ihr für Probleme mit dem Kettenspannen habt. Wenn ich die geschliffene Kette in die Säge lege, Kette spannen mit Schlüssel und fertig bis zum nächsten Kettenwechsel. Ein Bekannter hatte mal eine größere Säge mit diesem Mist im Profibereich, aber das funktionierte nicht lange und ging auch nicht schneller."
 

Förderband

Gensil braucht ebenfalls die Hilfe der Community: "Ich brauche Tipps zur Arbeit mit Förderbändern. Wer arbeitet hier mit Förderbändern?  Der Grund ist, dass ich vorhabe, mir für meinen landwirtschaftlichen Betrieb für verschiedene Zwecke ein Förderband anzuschaffen. Bevor ich aber zur Tat schreite würde ich gern wissen, worauf ich achten muss und welche Erfahrungen ihr gemacht habt?" christiannds hat eins: "Ich lagere teilweise mit dem Förderband Getreide ein und aus. Auf jeden Fall sollte es dazu ein Fahrgestell haben, sollte (variabel) höhenverstellbar sein und wenn du auf LKW's laden möchtest, sollte es nicht zu kurz sein. Meines ist 13,50m. Leistung von 50 to/h sind kein Problem." Und Notill schreibt: "Es muß zum Betrieb passen. Förderlänge und Platzbedarf sind ebenso unterschiedlich für verschiedene Betriebe, wie die Art des zu befördernden Gutes... Bei uns sind es z.B.: Getreide, Hackschnitzel und Dünger." Und Landmaschinenfan meint: "Von Neuero gibt es recht kompakte Förderbänder, die sowohl für die Getreideförderung als auch bei der Grünfuttertechnik zum Dosierautomat passen."
 

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