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Wirtschaft

Rasanter Anstieg der US-Agrarexporte

Externer Autor
am
31.05.2010

Washington - Der US-Agrarexport erholt sich in großen Schritten von der Rezession. Die Außenhandelsbilanz für landwirtschaftliche Produkte dürfte 2009/10 mit dem zweitgrößten Überschuss aller Zeiten schließen.

Der Auslandsdienst des Washingtoner Landwirtschaftsministeriums (FAS) erwartet für das laufende Haushaltsjahr, das am 30.09.2010 endet, einen Anstieg der Agrarausfuhren um acht Prozent auf umgerechnet rund 85 Milliarden Euro.

Das Wachstum wird vor allem von höheren Ausfuhren an Ölsaaten getragen. Da die Importe der USA nur etwa halb so schnell wachsen, zeichnet sich ein Agrarhandelsüberschuss von 22,8 Milliarden Euro ab. Landwirtschaftsminister Tom Vilsack kündigte an, die Regierung werde ihre aggressive Exportförderpolitik fortsetzen. Vor allem die Märkte rasch wachsender Volkswirtschaften sollen für amerikanische Agrarerzeugnisse erschlossen werden.

Der rasante Wiederanstieg der Ausfuhren nach dem Einbruch um 16 Prozent in 2008/09 ist vor allem auf den chinesischen Importbedarf an Futtermitteln zurückzuführen. Im laufenden Haushaltsjahr werden die USA ihre Lieferungen an Agrarerzeugnissen in die Volksrepublik voraussichtlich um 25 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro steigern. Treibende Kraft ist ein enormer Anstieg der Sojaexporte. Die USA rechnen auch für die zweite Hälfte des Haushaltsjahres mit einer starken chinesischen Nachfrage nach Futtermitteln.

Rückschläge in Russland

Erstmals wird Asien 2009/10 die wichtigste Zielregion für die Agrarexporte der Vereinigten Staaten von Amerika sein. Rund 41 Prozent der landwirtschaftlichen Ausfuhren sind für den asiatischen Markt bestimmt. Die Wachstumsrate beträgt fast 13 Prozent. Der Absatz in der Europäischen Union wird mit 6,7 Milliarden Euro voraussichtlich um 8,9 Prozent expandieren. Ausschlaggebend ist der höhere Bedarf der EU an Sojabohnen und Schrot. Russland wird einer der wenigen Märkte sein, auf denen die USA in diesem Haushaltsjahr weniger landwirtschaftliche Produkte absetzen als im Vorjahr. Das gilt vor allem für Schweine- und Geflügelfleisch. (aiz)

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