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Umwelt

Der Regen hat Ostdeutschland fest im Griff

von , am
28.05.2014

Gestern war der Osten Deutschlands am Stärksten bestoffen. In Sachsen lösten die Regenfälle mehrere Schlammlawinen aus. Der Wetterdienst sagt weitere Niederschläge voraus.

Über Nacht hat sich die Lage in Norddeutschland entspannt, die Pegel sinken. © Gabi Eder/pixelio
 
Knapp drei Stunden lang prasselte der Regen zwischen Dresden und Meißen auf das Elb- und das Triebischtal nieder. In Meißen fielen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in einer Stunde 37 Liter Regen pro Quadratmeter, in Dresden-Strehlen waren es sogar 40 Liter. "Das war eine Gewitterfront. Die enormen Wassermassen haben die Felder nicht aufnehmen können", sagte ein Polizeisprecher in Dresden.
 
 
Die Schlammlawinen in Meißen und Dresden mehrere Straßen verwüstet und unpassierbar gemacht. Fahrbahndecken wurden aufgerissen, Autos von den Geröllmassen zerstört. Menschen wurden nach Polizeiangaben nicht verletzt. Die Höhe der Schäden konnte zunächst nicht beziffert werden.
 

Regenfront in Ostdeutschland

Der Wetterdienst sagt für heute Regenfälle in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Teilen Niedersachsens voraus.Das Landeshochwasserzentrum Sachsen gab für alle Flussgebiete im Freistaat mit Ausnahme der Elbe Warnungen heraus. Unterdessen waren neue Gewitter mit Sturmböen sowie Starkregen angesagt. "Von Tschechien her ziehen weiter kräftige Niederschläge heran", sagte DWD-Meteorologe Thomas Hain in Leipzig.

Bayern: 15 Liter pro Stunde

Auch im Osten von Bayern fallen seit Tagen hohe Niederschlagsmengen. Heute ist vor allem in der Nähe der östlichen Mittelgebirge gebietsweise mit Starkregen zu rechnen. Dabei sind Regenmengen über 15 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde, bzw. über 20 Liter in 6 Stunden möglich. Zusammen mit den Regenmengen aus der vergangenen Nacht kommen bis zum Abend gebietsweise über 30 Liter in 24 Stunden zusammen.
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