Login
Unfall

Rehkitz beim Mähen getötet: Landwirt verurteilt

Rehkitz im Gras
am Donnerstag, 26.09.2019 - 11:04 (3 Kommentare)

Auf einer frisch gemähten Wiese hatte ein Spaziergänger zwei tote Rehkitze entdeckt. Der verantwortliche Landwirt landete jetzt vor Gericht.

Im Mai dieses Jahres wurden auf einer Wiese in einer Gemeinde am Ammersee, Bayern, zwei tote Rehkitze von einem Spaziergänger entdeckt. Ein 35-jähriger Landwirt hatte die Tiere mit dem Mähwerk seines Traktors erfasst. Der Landwirt musste sich jetzt vor dem Landsberger Amtsgericht verantworten.

Zu Geldstrafe verurteilt

Der Richter verurteilte den Beschuldigten zu einer Geldstrafe von 2.400 Euro. Denn nach Meinung des Gerichts hatte dieser gegen Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes verstoßen und zwei Wirbeltiere ohne einen vernünftigen Grund getötet. Vorsätzlich sei das nicht geschehen, erklärte der Richter.

Jäger nicht informiert

Nach den Worten des Richters, hätte der Landwirt aber viel zu wenig getan, um den Tod der Rehkitze zu verhindern. Vor allem habe er den zuständigen Jäger nicht informiert, dass er mähen wird. So wurde das Feld zuvor auch nicht abgesucht. Vom Jagdaufseher wurde dem Landwirt allerdings bescheinigt, dass er sich in Sachen Schutz von Wildtieren in der Vergangenheit tadellos verhalten hätte – bis zu diesem Fall in 2019.

Inzwischen haben die Landwirte vor Ort über ein Dutzend elektronische „Kitz-Retter“ beschafft, die Wildtiere aus der Wiese verscheuchen sollen, wie es in der Verhandlung hieß.

Mit Material von Augsburger Allgemeine

Rehkitze retten: Landwirte zeigen wie es geht

Rehkitz im Gras
Vogelscheuche und Rehkitzretter
Rehkitzretter und Kitz
Reh im Gras
Jäger bei der Mahd
Pöttinger Wiltierretter
Kitz Wildtier
Wiltierretter vor Traktor
Rehkitz im Gras
Wiltierrettung

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...