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Dorf und Familie

Rehkitze bei Mahd getötet: PETA zeigt Landwirt an

Eva Ziegler/agrarheute
am
01.06.2015

Ein Kulmbacher Landwirt soll bei der Mahd drei Rehkitze getötet haben. PETA hat gegen den Bauern Strafanzeige erstattet.

Die Tierrechtsorganisation PETA hat bei der Staatsanwaltschaft Bayreuth Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Die Organisation stützt ihre Anzeige auf einen Bericht des Online-Portals inFranken.de.
 
Der Vorwurf: Verdacht des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz sowie gegen das Naturschutzgesetz und das Strafgesetzbuch.

Jagdpächter vorab nicht informiert?

inFranken.de berichtet von zwei Rehkitzen, die bei der Mahd in Affalterhof (Kulmbach) getötet worden waren. Ein weiteres Jungtier habe sein Bein verloren und habe von der Tierärztin eingeschläfert werden müssen.
 
PETA zufolge sei der zuständige Jagdpächter vorab nicht über die Mahd informiert worden und habe deshalb keine Vorkehrmaßnahmen treffen können. Außerdem habe der Landwirt die Rehkitze auf dem Feld liegen lassen und damit unnötigem Leid ausgesetzt.

Unfällen durch Vergrämungsmaßnahmen vorbeugen

Der sogenannte "Drückinstinkt" der Jungtiere führt dazu, dass Rehkitze bei drohender Gefahr statt zu fliehen meist bewegungslos auf dem Boden verharren und auf ihre Tarnung vertrauen.
 
Vergrämungsmaßnahmen, wie flatternde Bänder oder Duftzäune, schrecken Rehe auf und führen dazu, dass sie für die Kitze ein besseres Versteck suchen. Weitere Möglichkeiten sind der Einsatz von Hunden oder modernen Infrarotsensoren - den sogenannten "Wildrettern", mit denen die Felder abgesucht werden.
 
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