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Dorf und Familie

Rehkitze bei der Mahd: Rettung aus der Luft

pd
am
28.07.2015

Die erste Mahd des Grünlandes führt zu großen Verlusten bei Wildtieren. Doch gibt es mittlerweile immer mehr Technologien, um dies einzuschränken. Eine Hilfe kommt dabei aus der Luft.

Wie Wildtierhilfe MV schreibt, sterben Schätzungen zufolge durch die Grünland-Mahd jedes Jahr etwa 500.000 Wildtiere allein in Deutschland. Die Dunkelziffer dürfte aber noch um ein Vielfaches höher liegen. Die Landwirte wollen und müssen in gerade dieser Zeit das Futter für ihre Tiere einfahren und haben mittlerweile einige Möglichkeiten, die Verluste einzuschränken.
 
Die Rehkitzrettung ist dabei auch aus futterhygienischen Aspekten wichtig, um die Entstehung von Botulinumtoxinen zu verhindern. So gelangen die beim Mähen getöteten Rehe und Kitze zum Teil in die Silage und bilden dort Infektionsherde. Da tierisches Eiweiß im Siliergut immer noch als die Hauptursache für den klassischen Botulismus gilt, müssen Wild- und Nagetiere im Mähgut unbedingt vermieden werden, schreibt Wildtierhilfe MV. Der Verein rettet seit nunmehr drei Jahren junge Wildtiere auch mit einem GSP-gesteuerten Hexacopter.

Hexacopter liefert vielversprechende Ergebnisse

In Zusammenarbeit mit Fachleuten des Modellbaus, hat Wildtierhilfe MV dazu einen Hexacopter mit einer Video- und einer hochempfindlichen Infrarotkamera ausgerüstet. Diese ermöglichen es, während der Liveübertragung Bilder von im hohen Gras liegenden Tieren zu liefern. Außerdem fliegt der Copter selbstständig das vorgegebene Areal nach GPS-Daten ab.
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