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Wirtschaft

Rentenbank: Programmkredite auf Rekordniveau

pd
am
29.04.2014

Frankfurt am Main - Die Programmkredite der Landwirtschaftlichen Rentenbank befinden sich laut ihren Berichten auf Rekordniveau. Gute Rahmenbedingungen an den Agrarmärkten erhöhten die Kreditnachfrage.

Der Vorstand der Landwirtschaftlichen Rentenbank, Frankfurt am Main, zeigte sich anlässlich der Bilanzpressekonferenz der Förderbank für die Agrarwirtschaft sowohl mit dem bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2014 als auch mit dem Jahresabschluss 2013 sehr zufrieden. Im vergangenen Jahr stellte die Band mit 7,2 Milliarden Euro (Mrd. Euro) Neuzusagen in dem Programmkreditgeschäft einen neuen Förderrekord auf.
 
"Zugleich erreichte auch unsere Förderdividende ein neues Rekordniveau“, so Horst Reinhardt, Vorstandssprecher der Rentenbank. Im ersten Quartal 2014 übertraf das Neugeschäft mit Programmkrediten mit 1,5 Mrd. Euro das hohe Vorjahresniveau deutlich. 

Erhöhte Kreditnachfrage

Zufrieden äußerte sich Reinhardt auch über das Emissionsgeschäft der Rentenbank: "Mit 4,4 Mrd. Euro haben wir schon fast die Hälfte unseres Mittelbedarfs für 2014 gedeckt."
 
Die anhaltend guten Rahmenbedingungen auf den Agrarmärkten und das niedrige Zinsniveau trugen nach Berichten der Rentenbank zu einer kräftigen Kreditnachfrage bei. Mit 7,2 Mrd. € erreichte die Rentenbank beim Neugeschäft mit ihren zinsgünstigen Programmkrediten einen neuen Förderrekord. Im Vorjahr waren es Vorjahr: 6,5 Mrd. Euro.
 
Besonders gefragt waren Förderkredite für klassische landwirtschaftliche Investitionen in Gebäude, Maschinen und Flächen. In der Fördersparte "Landwirtschaft" sagte die Rentenbank mit 2,8 Mrd. Euro 16,6 Prozent (%) mehr als im Vorjahr zu. Die Förderfinanzierungen der Rentenbank für Investitionen in erneuerbare Energien erreichten 1,6 Mrd. Euro. Neuer Schwerpunkt in dieser Sparte war die Finanzierung von Windkraftanlagen mit einem Anstieg auf 767,9 Millionen Euro. 

Bilanzsumme gesunken

Der Anteil der Programmkredite in der Bilanz ist weiter gestiegen. Die Bilanzsumme sank 2013 um 1,1 % auf 78,3 Mrd. Euro. Auf der Aktivseite der Bilanz fielen die Forderungen an Kreditinstitute laut Angabe mit einem Anteil von 63,9 % besonders ins Gewicht, da die Rentenbank ihre Kredite grundsätzlich wettbewerbsneutral über andere Banken vergebe. Diese Position betrug am Jahresende 50,0 Mrd. Euro.
 
Der Wertpapierbestand lag am Jahresende 2013 bei 20,3 Mrd. Euro. Auf der Passivseite der Bilanz bildeten die verbrieften Verbindlichkeiten mit 61,4 Mrd. Euro den größten Einzelposten.

Gewinnverwendung 2013

Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertung (HGB) erreichte laut Bericht 2013 248,7 Mio. Euro und lag damit erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert. Nach Risikovorsorge und Bewertung stieg der Jahresüberschuss 2013 auf 53 Mio. Euro. Den nach Dotierung der Rücklagen verbleibenden Bilanzgewinn von 13,3 Mio. Euro verwende die Rentenbank ausschließlich für Förderzwecke.

Für die Verbilligung ihrer Programmkredite setzte die Förderbank 2013 77 Mio. Euro zu Lasten ihres Zinsergebnisses ein. Außerdem stellte die Bank drei Millionen Euro für Zuschüsse zum Programm "Forschung für Innovationen in der Agrarwirtschaft" zur Verfügung und erhöhte das Kapital der Edmund Rehwinkel-Stiftung um drei Millionen Euro. Insgesamt summierten sich die für Förderzwecke bereitgestellten Erträge der Bank (Förderdividende) 2013 auf 96,3 Mio. Euro. 
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