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Dorf und Familie

Die richtige Traktorwahl, Dollyachsen und Infusionen

Externer Autor ,
am
24.10.2014

Nach welchen Kriterien wählen die landlive-User ihren neuen Traktor aus? Dollyachse mit oder ohne Kipphydraulik? Infusionen selbst geben? Die Themen der Woche auf landlive.

Traktor im Gegenlicht (klick aufs Bild) © Landliveuser Belarus550
Traktor-Test: Welchen Traktor kaufe ich?
 
Die agrar_heute_redaktion schreibt: "Der Kauf eines Traktors ist eine größere Investition. Da heißt's vorher gut informieren und überlegen, welcher am besten zu einem passt. Worauf kommt es für Euch beim Traktorkauf an? Und wie kommt Ihr dann zu Eurer Kaufentscheidung? Bleibt Ihr immer der gleichen Marke treu oder habt Ihr auch schon mal gewechselt und mit welchem Ergebnis?" 
Hirschtreiber
antwortet: "Das wichtigste ist die passende Werkstatt! Darum fallen bei mir die AGCO-Marken sowie Pöttinger raus. Dann die Eignung/Ausstattung, ausgiebiger Test und Erfahrungen anderer Kollegen und natürlich auch der Preis/Betriebskosten." christiannds meint dazu: "Also bei einem Schlepperkauf denke ich nicht zuerst an die Werkstatt, die kommt frühestens im dritten Schritt, nach der Garantie und Gewährleistung geht man doch sowieso zur Werkstatt seines Vertrauens."
rocknrolldirk schreibt: "Wichtig ist, dass die Maschine pro Betriebsstunde wenig kostet. Bei wenig Einsatz kommt es darauf an, dass die Investition gering ist, was bei intensivem Einsatz Sparen am falschen Ende wäre. Ich entscheide immer streng nach dem Kostenprinzip, deshalb wurde der gute alte Hofschlepper (G40 mit Frontlader, Reparaturen häuften sich) gegen ein neues, billiges koreanisches Produkt ausgetauscht, was sich jetzt seit fast 600 Stunden gut bewährt hat. Genau das gleiche Prinzip hat dazu geführt, dass der immer noch gut laufende Dx 4.50 noch nicht ausgetauscht wurde, weil schwere Arbeiten immer mehr auf den LU verlagert werden - eben weil es billiger ist. Sollte der Deutz ausfallen oder dies absehbar sein, dann kommt kaum was teures in Frage. Entweder ein gebrauchter Markenschlepper oder ein unkomplizierter, neuer Schlepper aus der unteren preislichen Mittelklasse würde ihn dann voraussichtlich ersetzen. Wenn dann Deutz draufsteht, solls mir recht sein."

Infusionen selber verabreichen

Lumpimaus fragt: "Wer von euch Landwirten gibt Kühen mit Milchfieber o.ä. Calcium, Phosphor, Glukose, .... Infusionen selbst?  Ebenso bei Kälbern. Mich würd interessieren, wie ihr das macht und ob es sinnvoll ist oder besser, es den Tierarzt machen zu lassen. Und wie ihr es gelernt habt, die Infusionen selbst zu machen."
Schaumburger antwortet: "Wenn du das nicht oft bzw. regelmäßig machst, dann wird das nichts. Lass mal den Tierarzt ran. Schlecht gelegte Infusionen können ganz hässliche Entzündungen hervorrufen. Ich glaube auch nicht das man das selber darf. Wenn erfahrene Tierärzte bei so manch schwachen Kalb oder Kuh lange nach der Ader suchen, wie will man das selber schaffen?" 
Montecristo schreibt: "Wird hier standardmäßig von vielen Landwirten selber angewandt. Bei der Eutervene kriegst du das schon hin, unser TA erklärt sowas immer sehr gut und ist froh, wenn er nicht immer selber ausrücken muss wegen einer Infusion."
Kasparow antwortet: "Streng gesetzlich wird das Problem sein, dass du ja auf Vorrat kein Medikament haben darfst. Aber ich wüsste nicht welches Gesetz es verbieten würde, dass du deine eigene Kuh/Kalb behandelst/spritzt/infundierst. Ich gebe aber Schaumburger Recht, wenn man es nur sehr selten macht, entsteht kaum Übung/Routine. Wobei es aber auch kein Hexenwerk ist. Lernen kann man sowas von dafür aufgeschlossenen TA, wobei da aber viele richtig allergisch drauf reagieren, ist ja auch klar warum." 

Dolly mit Kipphydraulik oder ohne?

Lexx möchte Wissen: "Also im Moment beschäftige ich mich mit dem Thema Dolly-Achse und 3-Achs Auflieger. Welchen Nutzen hätte die eigene Hydraulikanlage? Gibts da einen Grund an den ich nicht denke? Kipper hängt immer nur innerhalb des eigenen Fuhrparks vor Schleppern mit dem gleichen Öl. Da wird nicht gepanscht, vermischt, etc. Wieviel Öl braucht denn ein Auflieger um nach hinten zu kippen, sicher nicht mehr als ein großer 3-Achser, oder?"
Schaumburger
schreibt: "Die Ölmenge ist meist der Grund für die eigene Anlage." Doptrebo90 antwortet: "Das kommt ganz drauf an, welchen Auflieger du verwendest. Es gibt ja welche, bei denen der Zylinder im hinteren Bereich liegt (wie bei den meisten landwirtschaftlichen Kippern auch) - diese brauchen relativ wenig Öl. Dann gibt es noch die Kipper, bei denen der Zylinder sich gleich am Aufliegeranfang befindet. Da brauchst du nicht anzufangen mit der Hydraulik vom Schlepper. Ich würde wirklich entscheiden, was du mit dem Auflieger fährst - hast du weite Strecken und musst relativ wenig kippen, dann eher ohne eigener Hydraulikanlage. Bist du mit der Silage unterwegs und hast häufig zu kippen, dann ist das fast ein Muss. Wir hatten auf meinem Lehrbetrieb auch einen Dolly, wir hatten keine eigene Bordhydraulik, da wir nur Bandauflieger bzw. einen Kipper hatten (der wurde aber nicht oft benötigt). Also auf dem Lehrbetrieb fuhr ich die Dolly mit einen 7820 John Deere - die Ölmenge war auch rückwärts nicht das große Problem. Beim Kippen muss man aber eben bisschen Gas geben. Nur für den Getreidetransport vom Feld nach Hause? Würde da eher auf einen Tridem oder 18 to Gespann gehen, der Dolly kostet einiges und dann hast du nicht mal einen Auflieger."
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