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Wolfsmanagement

Rodewalder Wolf darf doch geschossen werden

Wolf im Wald
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Sabine Leopold, agrarheute
am
22.02.2019

Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat die Abschussgenehmigung für den Rodewalder Problemwolf bestätigt. Damit darf der Rüde, der bereits enormen Schaden angerichtet hat, aus seinem Rudel entnommen werden.

Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg hat den Abschuss eines Wolfsrüden genehmigt, der im Kreis Nienburg bereits enormen Schaden unter Weidetieren angerichtet hat. Das Gericht verwarf am heutigen Freitag (22.2.) die Beschwerde des Vereins "Freundeskreis freilebender Wölfe" gegen ein Urteil der Vorinstanz, das eine Abschussgenehmigung für das verhaltensauffällige Tier erteilt hatte.

Keine Alternative ersichtlich

Dem Wolf mit dem Aktenzeichen GW717m waren bereits mehrere Angriffe auf Rinder nachgewiesen worden. Das Gericht sah es als wahrscheinlich an, dass der Wolf dieses Verhalten nicht ablegen und weiter Rinder verletzen und reißen wird. Zudem stehe zu befürchten, dass der erwachsene Rüde sein Jagdverhalten an die Jungtiere des Rudels weitergeben werde. Das Schadensrisiko für die Weiderinderhalter der Region sei deshalb unkalkulierbar. Auch Angriffe auf Pferde sind möglicherweise auf diesen Wolf zurückzuführen.

Eine Alternative zur Tötung des Wolfes sah das OVG nicht. Rechtsmittel gegen das Urteil ließ das Gericht nicht zu.

Abschuss wird vorbereitet

Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies kommentierte das Urteil: „Wir sehen uns durch diese Entscheidung (Anm.: des OVG) in vollem Umfang in unserer Argumentation bestätigt. Der Rüde GW717m des Rodewalder Rudels hat nachweislich wiederholt Rinder gerissen, die durch den Herdenverband als ausreichend geschützt galten. Eine Entnahme ist zur Abwendung von Schäden in der Weidewirtschaft zwingend erforderlich.“

Die unterbrochenen Vorbereitungen zum Abschuss des Wolfes werden zügig wieder aufgenommen.

Länderübersicht: Das kostet der Wolf

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