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Wirtschaft

Rohstoffindex erreicht neuen Tiefpunkt

pd
am
01.07.2014

Bonn - Mit dem Einbruch der Getreide- und Rapspreise sank der Index für Agrarrohstoffe im Juni auf den tiefsten Stand seit 23 Monaten. Das knappe Angebot hat am Schlachtschweinemarkt zu festeren Preisen geführt.

Die gesunkenen Getreide- und Rapspreisen haben den Index für Agrarrohstoffe in Deutschland im Juni auf 140,2 Punkte gedrückt. Im Vergleich zum Vormonat gab der Index für die 13 wichtigsten in Deutschland erzeugten Agrarrohstoffe um 0,9 Punkte nach. Die Vorjahreslinie wird aktuell um 5,2 Punkte oder 3,5 Prozent unterschritten. Teurer als vor einem Jahr blieben aber Schlachtschweine (+2 %) und Rohmilch (+5 %).
 

Abwärtstrend setzt sich fort

Da die Prognosen sowohl für die Raps- als auch für die Getreideernten sehr positiv sind, ist der Preisspielraum nach unten weit geöffnet. Der Juni war bestimmt von sinkenden Getreidepreisen. Und der Abwärtstrend setzt sich weiter fort. Mit sehr heftigen Preisabschlägen für Soja, Mais und Weizen haben die Märkte am Montag Abend auf die aktuellen Daten des USDA zur Entwicklung der Aussaatflächen und der Lager-Bestände in den USA reagiert. Die Sojabestände hat das USDA zum Stichtag 1. Juni mit 11,0 Millionen Tonnen angegeben und lag damit rund sieben Prozent über der Analystenschätzung. Beim Weizen rechnet das USDA mit deutlich mehr Sommerweizen.

Feste Preise bei Schlachtschweinen

Am Markt für Schlachtschweine hat das nur knapp bedarfsdeckende Angebot seit Ende Mai zu anhaltend festeren Preise geführt. Die stockende Fleischnachfrage dürfte allerdings in den kommenden Wochen für aufkommenden Preisdruck sorgen, im Juli erscheinen maximal stabile Preise realistisch. Auch bei Jungbullen deutet sich eine stabile Marktlage an.

Milchpreise auf hohem Niveau

Die Milcherzeugerpreise liegen trotz leichter Korrekturen im 2. Quartal 2014 auf einem ungewöhnlich hohen Niveau. In den kommenden Monaten dürfte die Auszahlungsleistung der Molkereien, dem saisonal üblichen Verlauf folgend, weiter nachgeben. Mitte Juni sind die Spotmilchpreise um rund zehn Cent gestiegen. Auch der Rohstoffwert Milch legte im letzten Monat zu und landete bei 36,9 Cent je Kilogramm (ct/kg).

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