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Wirtschaft

Rohstoffindex im Juli weiter rückläufig

aiz
am
26.07.2014

Bonn - Zum dritten Mal in Folge ist der Preisindex für die wichtigsten Agrarrohstoffe im Juli gesunken. Bei der bestehenden guten Versorgung mit Getreide und Ölsaaten ist vorerst keine Erholung in Sicht.

Der Preisindex für die wichtigsten Agrarrohstoffe fiel im Juli um etwas mehr als 4 Punkte auf 136 Punkte. Ähnlich schwach hatte sich der Index zuletzt im Juli 2012 präsentiert. Verantwortlich für den erneuten Rückgang waren die deutlich geringeren Erzeugerpreise für Weizen, Gerste und Raps im Übergang auf die neue Ernte. Dies teilte die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) in Bonn mit.
 
 
Die Aussichten auf eine sehr komfortable weltweite Versorgung mit Getreide und Ölsaaten im Wirtschaftsjahr 2014/15 haben die Terminmarkt-Notierungen an den internationalen Börsen und damit auch die Preise am deutschen Kassamarkt unter Druck gesetzt. Die Tendenz ist laut AMI bei einem stetig steigenden Angebot auch für August schwach.

Schlachtschweine: Positive Entwicklung

Die Notierungen für Schlachtschweine gaben im Juli zunächst stark nach, weil die Nachfrage national und international ausblieb. Gegen Ende des Monats hat sich der Markt jedoch gedreht: Für ein kleineres Angebot an Schlachttieren müssen von den Verarbeitern zunehmend höhere Preise bezahlt werden. Dagegen ist der Jungstiermarkt relativ ausgeglichen; die Erzeugerpreise dürften sich im August knapp behaupten.

Milch: Prognose schwächer

Obwohl an die deutschen Molkereien immer noch relativ viel Rohmilch geliefert wird, bewegen sich die Erzeugerpreise auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. Eventuell könnten auf die Milchlieferanten in den kommenden Monaten weitere Korrekturen nach unten zukommen, weil die Absatzmärkte für Molkereiprodukte im zweiten Quartal schwächer tendierten, betonen die AMI-Experten.
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