Am 28. September um 18.15 Uhr beschäftigt sich die Nordreportage im NDR Fernsehen mit dem Thema Hitze und Landwirtschaft. In 2020 waren und sind die Wetterbedingungen extrem, so die Macher der Dokumentation.
Dürre im Frühjahr, Starkregen im Juni, dramatische Hitze im Juli und August. Für die Landwirte, Maschinenverleiher und Lohnunternehmen sei es eine ganze besondere Herausforderung, die Ernte einzufahren.
Erntestress auf dem Biobetrieb
Besucht werden unter anderem Susanne und Christian Schulz, die seit 1992 ein 400-Hektar-Bioagrarunternehmen in Bartenshagen bei Bad Doberan führen. Sie können endlich mit der Haferernte starten.
Ihr Hauptauftraggeber ist sehr streng bei der Qualität des Getreides. Verunreinigungen sind tabu. Zeitgleich müssen auch noch der Winterweizen und Ackerbohnen vom Feld geholt werden. Der riesige, aber in die Jahre gekommene Mähdrescher läuft heiß. Dann reißt sogar noch ein Riemen.
Herausforderung für die Erntemaschinen
Außerdem begleitet wird „Problemlöser“ Michael Siggel, genannt "Manni". Er arbeitet bei einem der größten Landmaschinenbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern. Während der Erntetage, vor allem bei der großen Hitze, geht an den Maschinen allerhand kaputt.
Siebe und Fördermechaniken verklemmen durch Erdklumpen und Steine, Transportriemen springen heraus oder reißen, Motoren laufen heiß und drohen Feuer zu fangen. Der Reparaturprofi eilt von Notfall zu Notfall, berichtet der NDR.
Maisernte: Landwirte am Rande der Belastbarkeit
Auch Landwirt Christoph Wittmiss freut sich, als es nach der langen Superhitze ein bisschen regnet. Sein Mais kann es gebrauchen. 300 Hektar warten darauf, gehäckselt zu werden. Die Ernte dieser Ackerfrucht ist jedes Mal eine anstrengende "Materialschlacht". 36 bis 48 Stunden Dauereinsatz für alle, Tag und Nacht.
Für die Fahrer ist das extrem anstrengend, für die Technik ein Ritt am Rande der Belastbarkeit.
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