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Gesundheit

Rückenschmerzen bei Landwirten: Risiko erkennen und vorbeugen

Landwirt schiebt Milchtaxi
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
14.03.2018

Vier von fünf Landwirten haben oder hatten Rückenschmerzen. Um diese loszuwerden, gilt es, die Ursachen zu erkennen und gezielt vorzubeugen.

Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit, doch während sie bei den meisten eher von Bewegungsarmut herrühren, haben Landwirte eher ein Fehl- oder Überbelastungsproblem. Obwohl Landwirte sich viel bewegen, treten häufig Rückenbeschwerden auf, und leider schon in jungen Jahren. Laut einer Umfrage von agrarheute und agri EXPERTS melden nur 19 Prozent, noch nie Beschwerden gehabt zu haben. Die anderen Teilnehmer leiden unter Muskelverspannungen (64 Prozent), eingeklemmten Nerven (20 Prozent) und Bandscheibenvorfällen (15 Prozent). Jeder zweite Betriebsleiter mit Sonderkulturen gibt an, mehrmals unter Rückenbeschwerden gelitten zu haben. Ihnen folgen die Acker- und Marktfruchtbetrieben (38 Prozent), Rinder- und Schweinehalter (je 36 Prozent).

Ursachen für Rückenscherzen

Die Ursachen sind vielfältig. Dazu gehören:

  • Schwere körperliche Arbeit und eine verkrampfte Haltung überlasten die Rückenmuskulatur.
  • Trainings- oder Bewegungsmangel: Rückenschmerzen signalisieren, dass das Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Trainingszustand und Belastung nicht stimmt.
  • Stress
  • eine ungeeignete Matratze
  • Übergewicht
  • Zugluft, Kälte und Nässe

Arbeitshilfen gegen Rückenschmerzen

Für die Arbeit auf Hof und Feld sowie im Wald stehen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung. Damit ist die Anstrengung nicht zu hoch und der Rücken freut sich. Hebe- und Transporthilfen sind zum Beispiel: Sack- und Schubkarren, Bagger und  Kehrmaschinen. Die Dinge anzuschaffen reicht dabei nicht. Ein gutes Beispiel vorleben, macht  auch bei Familienmitgliedern und Mitarbeitern Schule.
 
Organisatorische Maßnahmen:

  • öfter gehen, nach dem Motto "Geteilte Last ist halbe Last" kleinere Gebindegrößen verwenden
  • sich helfen lassen – schwere, ­unhandliche Lasten zu zweit transportieren,
  • Transportmittel nicht überladen,
  • Körperhaltung öfter wechseln, besonders bei Arbeit im Knien.

Mehr zum Thema Gesundheit bei Landwirten lesen Sie regelmäßig im agrarheute-Magazin.

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