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Wirtschaft

Wieder Rückrufaktion bei Fonterra

AgE
am
21.01.2014

Auckland - Fonterra ist erneut wegen verunreinigter Lebensmittel in die Schlagzeilen geraten. Frische Sahne musste wegen einer möglichen Belastung mit E. coli zurückgerufen werden.

Die Sahne war zwar 'nur' für den heimischen Markt bestimmt, doch nach den Vorfällen von 2013 könnte auch das dem angekratzten Image schaden. © steffenw/fotolia
Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra musste nach eigenen Angaben am Montag vergangener Woche eine Rückrufaktion für 8.700 Flaschen frischer Sahne in die Wege leiten, da diese möglicherweise mit Escherichia coli (E. coli) belastet sind.
 
In hauseigenen Routinetests hätten sich Hinweise auf das Darmbakterium ergeben, das Durchfallerkrankungen auslösen könne. "Wir bedauern die Unannehmlichkeiten und Sorgen, die dieser Rückruf auslösen kann, doch Lebensmittelsicherheit und -qualität haben oberste Priorität", betonte Fonterras Produktmanager für Neuseeland, Peter Mc Clure.
 
Im Vergleich zum Verdachtsfall von Botulismus-Erregern im Milchpulver, der im August 2013 weltweit Schlagzeilen machte und Handelsrestriktionen auslöste, dürften die Auswirkungen diesmal begrenzt bleiben.

Sahne nur für heimischen Markt bestimmt

Die Sahne der betroffenen Marken Anchor und Pams war lediglich für den heimischen Markt bestimmt und ging nicht in den Export. Doch seien Kunden weltweit und ganz besonders in China nach den Vorfällen im vergangenen Sommer sensibilisiert, so dass auch solch ein kleiner Vorfall dem angekratzten Image von Fonterra schaden könne, so ein Kommentar in der neuseeländischen Presse.
Im Nachhinein hatte sich zwar herausgestellt, dass das Molkenpulver nicht mit den gefährlichen Botulismus-Erregern verunreinigt war; die vorsorgliche Rückrufaktion sorgt aber immer noch für Ärger. Wie Fonterra Anfang Januar bestätigte, hat der damalige Kunde Danone rechtliche Schritte eingeleitet und klagt nun auf Schadensersatz, da er sein weiterverarbeitetes Lebensmittel in neun asiatischen Ländern im August 2013 vom Markt nehmen musste und seinerseits einen Imageverlust erlitt. Danone bezifferte den Schaden auf rund 350 Millionen Euro und musste nach eigenen Angaben seine Jahresziele für 2013 nach unten korrigieren.
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