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Zum neuen Jahr 2018

Rukwied: "Ehrliche Diskussionen statt ideologischer Konfrontation"

Rukwied
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Julia Eder, agrarheute
am
29.12.2017

Bauernpräsident Joachim Rukwied thematisiert in seiner Neujahrsansprache volatile Märkte, extremes Wetter und öffentliche Diskussionen.

Zum neuen Jahr 2018 richtet sich Bauernpräsident Joachim Rukwied mit folgenden Worten an die deutschen Landwirte:

"Ein wechselvolles Jahr liegt hinter uns. In einigen Marktbereichen haben sich die Preise erholt und stabilisiert. Gleichzeitig waren wir mit extrem schwierigen Witterungs- und Erntebedingungen konfrontiert. Im Wahlkampf stand die Landwirtschaft nicht im Mittelpunkt, dennoch hat es in einigen Bundesländern und in der regionalen Agrarpolitik wichtige Veränderungen gegeben. Die Bundestagswahlen haben Deutschland eine ungewöhnliche parlamentarische Situation beschert, die bis dato eine Regierungsbildung nicht zugelassen hat. Indes wartet Europa dringend auf Deutschland: Der Umgang mit dem Brexit, der Rahmen für den EU-Haushalt und die zukünftige Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik sind wichtige Weichenstellungen, die 2018 erfolgen müssen und die eine klare deutsche Position brauchen. Politische Handlungsfähigkeit ist also gefragt!"

Diskussionen um GAP 2020 stehen an

"Das agrarpolitische Jahr 2018 wird im Zeichen der EU-Agrarpolitik nach 2020 stehen. Landesverbände, DBV und unser europäischer Verband COPA haben gute Vorarbeit für diese Diskussion geleistet und klare Positionen abgesteckt. Die Zukunftsperspektive, Stabilität und Entwicklung der Betriebe sind unsere Grundlage dafür. Auch durch die COPA-Präsidentschaft sind wir im Sinne unserer Bauernfamilien unmittelbar „dran“ an der politischen Entscheidungsfindung."

Rukwied: "Risikoabsicherungen gehören zur Zukunftsgestaltung"

Die Volatilität der Märkte fordert unternehmerische Entscheidungen. Nach zwei Krisenjahren hat sich die wirtschaftliche Lage wichtiger Betriebszweige zwar wieder verbessert, gleichwohl wurde das Niveau vor der Krise bisher nicht erreicht. Die Hoffnungen liegen in stabilen internationalen Agrarmärkten. Landwirte und ihre Vermarkter sind gut beraten, neue Wege der Preisabsicherung zu gehen. Es geht nicht nur um wirtschaftliche Risiken. So bleibt das Jahr 2017 mit Extremwetter im Zeichen des Klimawandels in Erinnerung. Winzer, Obstbauern, aber auch Ackerbauern haben diese Entwicklungen schmerzhaft gespürt. Risikoabsicherungen gehören deshalb zur Zukunftsgestaltung. Unsere Branche ist wie keine andere vom Klimawandel betroffen, aber gleichzeitig auch Teil der Lösung. Klimaschutz ist auch unser Anliegen, das werden wir 2018 deutlich machen.

"Breite Information und ehrliche Diskussionen statt ideologischer Konfrontation"

"Die öffentliche Diskussion über den Weg der Landwirtschaft werden wir mit unternehmerischem Engagement, Selbstbewusstsein und dem Wissen um die Leistungen der Bauernfamilien für Wirtschaft, Verbraucher, Umwelt und Kulturlandschaft fortführen. „Veränderung gestalten“ bleibt auch 2018 unsere Maxime. Wir wollen auf unsere Stärken setzen, neue Wege gehen und in die Zukunft unserer Betriebe investieren, ohne den Anspruch an Praxistauglichkeit und wirtschaftliche Nachhaltigkeit aufzugeben. Mit der Initiative Tierwohl, an der sich Schweine- und Geflügelhalter in großer Zahl beteiligen, beweisen wir dies eindrucksvoll. Die Einladung an die Gesellschaft, uns bei der Arbeit im Stall und auf dem Feld zu begleiten, werden wir 2018 mit dem Tag des offenen Hofes wieder erneuern. Breite Information und ehrliche Diskussionen statt ideologischer Konfrontation sind unser Anspruch.
 
Allen Ehren- und Hauptamtlichen, die im zurückliegenden Jahr für die Bauernfamilien die Arbeit des Berufsstandes unterstützt und vorangebracht haben, danke ich herzlich. Ihnen, sehr geehrte Landwirtinnen und Landwirte, wünsche ich ein erfolgreiches Jahr 2018. Gemeinsam können wir auf unsere Stärken vertrauen und die Zukunft gestalten."

Mit Material von DBV

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