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Politik national

Rukwied kandidiert zum neuen DBV Präsidenten

von , am
05.06.2012

Berlin - Wie der DBV heute in einer Presskonferenz bekannt gab, wurde Joachim Rukwied vom Präsidium als Kandidat für den neuen Präsidenten vorgeschlagen.

Bauernpräsident Joachim Rukwied befürchtet einen erheblichen Wettbewerbsdruck durch das geplante Freihandelsabkommen mit den USA. © LBV/Niedermüller
Wie der Präsident des Deutschen Bauernverbandes Gerd Sonnleitner auf einer Pressekonferenz in Berlin mitteilte „wurde im eben zu Ende gegangenen DBV Präsidium Joachim Rukwied, Präsident des Landesbauernverbandes in Baden- Württemberg als Kandidat für den neuen DBV-Präsidenten vorgeschlagen.
 
"Im Präsidium waren sich alle einig", betonte Präsident Sonnleitner, der sich altersbedingt nicht mehr zur Wahl stellt. Er sagte aber auch, dass es sich bisher "um einen Wahlvorschlag handelt, die echte Wahl findet am 27. Juni statt – letztlich ist noch alles offen". Bis zum 13. Juni können nun die Landesbauernverbände über den Präsidiumsvorschlag hinaus weitere Kandidaten für den DBV-Vorstand vorschlagen.
 
Für die vier DBV Vizepräsidenten werden Udo Folgart (Präsident des Landesbauernverband Brandenburg), Werner Hilse (Präsident Niedersächsisches Landvolk Landesbauernverband), Norbert Schindler Präsident Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd und Werner Schwarz (Präsident  Bauernverband Schleswig Holstein) vorgeschlagen.

Netzausbau war weiteres Thema im Präsidium

Auf einer Pressekonferenz in Berlin gab DBV-Präsident Sonnleitner den Vorschlag des Präsidiums für den neuen Präsidenten bekannt. © Serfling
Im Präsidium wurde auch das Thema Energiewende und Netzausbau ausführlich diskutiert. Bei der Energiewende dürften keine Verlierer produziert werden, fordert Sonnleitner. Für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiepolitik sei eine Beschleunigung des Netzausbaus nötig. Dies könne jedoch nur gelingen, wenn auch die Anliegen der Grundeigentümer, land- und Forstwirte Berücksichtigung fänden.
 
Die bisherigen Entschädigungssätze decken die Einschränkungen bei der Nutzung der Grundstücke und der Entwicklung der Landwirtschaftsbetriebe nicht ab. Sonnleitner fordert eine Grundentschädigung und wiederkehrende Leistungen. "Alle wollen an der Energiewende verdienen, nur wir werden in die Ecke gedrängt", sagte Sonnleitner auf der Pressekonferenz. Hier sei die Politik gefragt. In erster Linie die Umwelt- und Wirtschaftsminister. Momentan passe es für Sonnleitner „vorne und hinten nicht“. Es könne nicht sein, dass umweltfreundlicher Strom produziert werde und dafür landwirtschaftlichen Flächen aus der Produktion genommen werden.
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