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Dorf und Familie

Rund- oder Quaderballen, Bienenweide und Knoblauch bei Kühen

Externer Autor
am
05.09.2014

Sind Rund- oder Quaderballen bei der Silageherstellung zu empfehlen? Wie wandelt man Grünland am besten in eine Bienenweide um? Und hilft Knoblauch bei Mastitis? landlive-Wochenthemen.

Rundballensilage oder Quaderballen
 
Rough_Rider fragt: "Da ich den Betrieb umstrukturiere und aufstocke brauche ich jetzt mehr Futter und will mir kein größeres Fahrsilo bauen. Die Kosten/AKh sind einfach zu hoch. Jetzt stellt sich die Frage, eine Rundballen- oder eine Quaderballenpresse zulegen? Rundballen kenne ich schon zu genüge, mit Quaderballensilage hab ich aber wenig Erfahrung. Man hört aber oft, dass die Qualität der Quaderballensilage um Längen besser ist als Rundballen - wegen Verdichtung bzw. geringer Bröckelverlusten. Stimmt das wirklich?" RROTERBARON antwortet: "Wenn ich mir aber vor Augen führe was ich an Masse im Fahrsilo in einer Stunde aufdecke komm ich mit deiner Rechchnung nicht mehr mit. Die Kosten sollen bei Ballen niedriger sein, ist mir neu, sicher, du kannst die Ernte leichter alleine bewältigen, das stimmt, aber Folien und Maschinenkosten brechen den Vorteil der Ballen schnell - egal ob rund oder eckig. Darum drück mal die Stoppuhr, wie lange du für 10m³ Silo bergen und aufdecken zur Fütterung brauchst - im Vergleich Ballen gegen Fahrsilo. Auch wirst du bei den Ballen in sich eine schwankende Qualität haben da ein verschneiden der Schläge bei der Ernte nur bedingt möglich ist." Auch StefanS meint: "Wenn ich vor der Wahl stehen würde entweder in ne neue Fahrsiloanlage oder alternativ in ne extra dafür notwendige Rund-/ Quaderballenpresse zu investieren, da wäre die Entscheidung für mich denkbar einfach. Fahrsilo! Schon allein der ganze Aufwand, den man mit nem vernünftigen Fahrsilo aus dem Weg geht. Siloballen füttern ist in meinen Augen ne Spielerei für den Winter, wo einfach die Zeit gegeben ist, aber ansonsten ab ner bestimmten Futtermenge/Tag bestenfalls ne Notlösung. Allein schon der ganze Müll (Folien/Netze) von den Ballen würde mich wahnsinnig machen." Und Hirschtreiber schreibt: "Ballensilage macht meiner Meinung nach nur Sinn bei vielen kleinen verstreuten Flecken. Also da wo es schwierig wird dem MR oder LU-Fahrern die ganzen kleinen Wiesen zu erklären. Von der Qualität her schenken sich die Ballenformen eigentlich nichts. Die Mechanisierung ist bei Rundballen deutlich günstiger und auch gut gebraucht zu bekommen. Quaderballenwickelgeräte sind sehr teuer und sehr selten und der Folienverbrauch durch die größere Oberfläche genauso hoch. Dafür lassen sich die Quaderballen besser stapeln. Ich persönlich sehe und nutze die Ballensilage mehr als Notlösung."

Intensiv genutzte Wiese zur Bienenweide machen

Wizard schreibt: "Folgende Situation: Eine knapp einen Hektar große Wiese wird bislang sehr intensiv genutzt, d.h. sechs Schnitte pro Jahr und sehr intensive Düngung. Diese Wiese soll nun aus der Verpachtung genommen werden, und ich kann die Fläche für den Aufbau einer Imkerei nutzen. Dafür wäre es natürlich toll, wenn aus der Intensivwiese möglichst schnell eine schöne Blumen- und Kräuterwiese wird. Ich fürchte nun, dass es ziemlich lange dauern wird, bis sich auf der Fläche wieder eine gute Artenvielfalt einstellt. Gibt es eine Möglichkeit, diesen Prozess ohne maschinelle Bodenbearbeitung etwas zu beschleunigen?" Matthias meint: "Auch nach Aufgabe der Düngung weiter intensiv nutzen und den Grasschnitt häufig entfernen, denke ich, dann bekommst du die Nährstoffe am schnellsten aus dem Boden. Solange die drin sind bekommst du wahrscheinlich die Blumen schwierig etabliert" Und altilla antwortet: "Ich denke, ohne gezielte Nachsaat oder Ansaat wird es kaum gehen. Wegen der Nährstoffe im Boden würde ich mir nicht zu viele Gedanken machen, durch intensive Nutzung bringst du zwar die Nährstoffe raus, aber für Blumen etc. ist das kontraproduktiv, weil die aussamen müssen. Verzicht auf Düngung sollte reichen." theczar schreibt: "Bei mageren Untergrund könnte es schnell gehen. Wir haben hier einen Kischberg mit Magerrasen, da haben sich nach wenigen Jahren Schafbeweidung die schönsten Kräuter- und Wildblumen angesiedelt, vor allem für die Spätsommerversorgung. Bei guten Böden wird es sicher schwieriger." 

Wann dreht Russland den Gashahn zu?

das fragt biogaslerobb: "Ich denk mal, Russland wird bald dank der Sanktionen der EU den Gashahn zudrehen, bzw. den Preis raufschrauben, was meint ihr?" Argo meint: "Würde Russland kein Gas mehr in die EU liefern, dann würde Russland sich den Ast absägen auf dem sie sitzen. Wo soll Russland dann sein Geld herbekommen?" Murks entgegnet allerdings: "Irgend jemand sägt da sicher an einem Ast , fragt sich nur wer an welchem. Russland hat ein ungeahntes landwirtschaftliches und industrielles Potential und größtenteils unbekannte Vorräte an Bodenschätzen. Aus diesem Grunde bin ich der Überzeugung, dass die EU und vor allem Deutschland eher diejenigen sind, welche an ihrem eigenen Ast sägen." christiannds merkt an: "Wenn die Russen nicht die westliche Technologie hätten, könnten sie mit ihren Reichtum an Bodenschätzen nichts anfangen, sie kämen nicht ansatzweise dran. Das Gleiche gilt für die Landwirtschaft. Kurzum, Russland braucht die EU mindestens so, wie umgekehrt." DWEWT merkt noch an: "Selbst in den übelsten Zeiten des kalten Krieges, hat Russland, respektive die UdSSR, die vereinbarten Öllieferungen eingehalten. Warum sollte sich das ändern?"

Rinder mit Knoblauch behandeln

matttin möchte die Meinung der Landlive-User zu folgendem Thema wissen: "Ich hab vor ein paar Tagen auf einem neuen Betrieb angefangen. Die Betriebsleiterin hier behandelt kranke Tiere unterstützend mit Knoblauch.  Habt ihr da evtl. auch schon Erfahrungen mit gemacht?" altilla schreibt: "Habe von Koblauchbehandlung bisher nur zur Entwurmung von Schweinen gehört. Besitzer hat darauf geschworen, ich war eher zweifelnd." DWEWT warnt: "Rinder und Knoblauch? Da wäre ich etwas vorsichtig. Vielleicht gibt es da einige Mikroorganismen im Verdauungstrakt der Wiederkäuer, die damit nicht gut klar kommen." Dem entgegnet Kone: "Mit Knoblauchfütterung bei Rindern wurde schon versucht, den Methanaussstoß zu verringern: [www.pressetext.com]" mattin erklärt noch: "Hier wird Knoblauch eingesetzt, wenn die Kühe eine Euterentzündung haben. Außerdem gibts Knobi wenn sie Entzündugen in den Gelenken haben. Die Tiere kriegen das Knoblauch per Boli-Einlege-Apparat verabreicht, weil freiwillig wollen sie das nicht fressen. Soll beim entgiften/entschlacken helfen. Die "Fahne" bei den Tieren ist nicht von schlechten Eltern. In der Milch macht sich das aber nicht bemerkbar. Die Bäuerin ist hellauf begeistert!" 
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