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Politik national

Runder Tisch zur Milch mit ersten Vorschlägen

von , am
02.02.2011

München - BDM und BBV sind aufeinander zugegangen. Der im vergangenen Jahr vom bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) einberufene "Runde Tisch zur Zukunft der Milchproduktion" hat erste Vorschläge unterbreitet.

Bayerns Agrarminister Brunner will die Betriebsprämie für die ersten Hektare erhöhen und Förderobergrenzen hält er für denkbar. © StMELF
In ihrer vierten Sitzung einigten sich die Vertreter der Milcherzeugerorganisationen jetzt in einer Gemeinsamen Erklärung auf fünf Maßnahmen, wie die Position der Milcherzeuger in einem zunehmend liberalisierten Markt gestärkt werden soll. An dem Tisch nahmen Vertreter von BBV, BDM, des Verbandes der Milcherzeuger Bayern, der Vereinigung der Milcherzeugergemeinschaften, der Bayern MeG und der MEG Milch Board teil. Angestrebt wird unter anderem:
  • eine Änderung des Marktstrukturgesetzes, um die Marktstellung und die Vermarktungsmöglichkeiten der Erzeuger zu verbessern. Ein entsprechender Vorschlag wurde laut Brunner dem zuständigen Bundeslandwirtschaftsministerium bereits zugeleitet.

  • Darüber hinaus soll die Marktkompetenz der Erzeuger und ihrer Organisationen gestärkt werden. Dazu wird die Landesanstalt für Landwirtschaft im Frühjahr ein umfangreiches Fortbildungsprogramm mit Seminaren und Vorträgen anbieten.

  • Um Transparenz und Informationsfluss zu verbessern, soll es künftig vierteljährlich ein Milchmarktgespräch geben, bei dem Marktverlauf, Marktentwicklungen sowie Einflüsse auf die Mengen- und Preispolitik diskutiert werden. Ein erstes Treffen ist im März geplant.

  • Die Zulassung von Branchenorganisationen durch die EU, deren Aufgabenbereich klar beschrieben ist, wird begrüßt. Eine Konzeption soll entwickelt werden wie im Rahmen des Clusters Milch zukünftig organisatorisch zusammen gearbeitet werden kann.
Nach den Worten des bayerischen Landwirtschaftsministers zeigt der Milchmarkt derzeit gute Perspektiven. Dennoch sei es unverzichtbar, die bayerische Milchwirtschaft in der Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung weiter zu stärken. Brunner hatte deshalb trotz des Aufwärtstrends den Runden Tisch einberufen, an dem seit Jahresbeginn auch Vertreter der bayerischen Molkereiwirtschaft teilnehmen. "Die Gesprächsrunde hat sich als Plattform für einen offenen und fairen Meinungsaustausch unter den milchwirtschaftlichen Organisationen und Verbänden bewährt", sagte Brunner. Sie schaffe Vertrauen und solle auch künftig Anregungen zur Stärkung der Erzeuger liefern. (pd)
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