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Wirtschaft

Russische Landwirte leiden unter hohen Zinsen

aiz
am
21.05.2014

Moskau - Viele Landwirte in Russland können sich Kredite nicht leisten. Daher hat das russische Agrarministerium die Banken aufgerufen, Kreditkosten für die Agrarproduzenten zu senken.

Der Zugang zu kurzfristigen Agrardarlehen sei in diesem Jahr durch hohe Bankzinsen, die langsame Bearbeitung der Anträge und oft fehlende Sicherheiten erschwert, konstatierte der stellvertretende Ressortchef, Dmitrij Jurjew. Daher sollen die Geldinstitute ihre Forderungen an Kreditsicherheiten mäßigen, meinte Jurjew, gestern bei einer Beratung zur Finanzierung der Frühjahrsbestellung. Andererseits hätten die regionalen Regierungen Garantiefonds zur Absicherung der Kreditvergabe für die Landwirtschaft anzulegen.

Deutlich weniger Kredite vergeben

Mit rund 75 Milliarden Rubel (EUR 1,6 Mrd.) sind bislang um 11 Prozent weniger Kredite zur Finanzierung diesjähriger Feldarbeiten gewährt worden als zum gleichen Stichtag in der vergangenen Saison, hieß es bei der Beratung. Dabei drosselte die staatliche Landwirtschaftsbank (Rosselkhozbank) die Kreditvergabe um 7,2 Prozent und der zweitwichtigste Finanzierer des Agrarsektors, Sberbank, sogar um 23,6 Prozent.
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