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Politik international

Russland baut Getreideexport-Infrastruktur aus

von , am
11.02.2010

Moskau - In der russischen Schwarzmeerregion Krasnodar ist gestern ein Getreideumschlag-Terminal mit einer Kapazität von bis zu 2,5 Millionen Tonnen jährlich in Betrieb genommen worden.

© Sergey A. Pristyazhnyuk/fotolia

Die neue Anlage im Seehafen Tuapse ist die landesweit größte ihrer Art, berichtet die russische Presse. Die Regierung begrüße die Errichtung derartiger Infrastrukturobjekte, erklärte der erste stellvertretende Ministerpräsident des Landes, Viktor Subkow, bei der Eröffnungsfeier. Subkow, der als Vizepremier für die Agrar- und Ernährungswirtschaft zuständig ist, rief die inländischen Unternehmer auf, Möglichkeiten für den Bau ähnlicher Terminals auch an der Ostsee sowie im Fernen Osten Russlands zu prüfen.

Die bisherigen inländischen Kapazitäten ließen den Umschlag von insgesamt 23 Millionen Tonnen Exportgetreide im Jahr zu, was ihm zufolge nicht mehr ausreichend sei. Schon 2009 habe sich die nationale Produktion von Getreide auf rund 97 Millionen Tonnen belaufen, und in den kommenden Jahren sollte sie weiter ausgebaut werden. Dies würde dem Land ermöglichen, sowohl den Binnenverbrauch als auch die Ausfuhren zu steigern.

Regierung möchte derartige Projekte fördern

Bei einer in Tuapse einberufenen zentralen Beratung zu Perspektiven der russischen Getreideexportbranche teilte Subkow mit, seine Regierung habe beschlossen, die Errichtung beziehungsweise Modernisierung von Speichern, Umschlagterminals und Verarbeitungsbetrieben für Getreide zu unterstützen. Dadurch sollte das Engagement der freien Wirtschaft in diesem Bereich stimuliert werden. Als noch nicht gelöstes Problem erwähnte Subkow hohe Kosten der Eisenbahntransporte. Bislang seien nur Steigerungen der Tarife für Be- und Entladung sowie Beförderung zu beobachten gewesen. Das wirke sich negativ auf Produktion und Exportgeschäft aus. (aiz)

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