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Ernte

Russland: Beste Getreideernte seit 40 Jahren

Weizenernte mit Mähdrescher
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Eva Eckinger, agrarheute
am
15.11.2016

Mit 120 Millionen Tonnen einschließlich Leguminosen erwartet Russland die beste Getreideernte seit 1978. Experten warnen vor einer Überlastung des Getreidemarktes.

Die russischen Landwirte werden Einschätzungen zufolge 2016 die beste Getreideernte seit fast 40 Jahren eingefahren haben. Damit dürften sie die bisherige Regierungsprognose übertreffen, wie das Fachportal Schweizer Bauer unter Berufung auf Agra Europe berichtet.

117 Millionen Tonnen einschließlich Leguminosen

Wie Dr. Olaf Zinke vom agrarmanager berichtet haben die russischen Landwirte bis zum 03. November etwa 120,3 Mio. t Getreide und Hülsenfrüchte (Bunkergewicht) von 45,0 Mio. ha geerntet. Im vorigen Jahr waren zum gleichen Termin etwa 106,4 Mio. t Getreide von etwa 43,7 Mio. ha geerntet.  Das ist für die Ernte 2016 ein Produktionszuwachs von 13 % bzw. 13,9 Mio. t.

Die bisher abgeerntete Fläche entspricht 95,2 % der insgesamt für 2016 geplanten Erntefläche von Getreide und Hülsenfrüchten von insgesamt 47,0 Mio. ha.

 

Russischer Rekord: 127 Millionen Tonnen Getreide

Eine höhere Erntemenge als in diesem Jahr habe Russland dem Landwirtschaftsminister zufolge zuletzt 1978 erzielt, nämlich 127 Millionen Tonnen. Für die kommenden 15 Jahre erwartet er eine weitere Steigerung um insgesamt 25 Prozent, meldet der Schweizer Bauer.

Für Erntesteigerung mehr Dünger nötig

Um dieses Ziel zu erreichen, müsse laut Tkatschow allerdings deutlich mehr Dünger eingesetzt werden, als dies bisher der Fall war. Die Prognose der Getreideexporte 2016/17 korrigierte das Ministerium indes um 5 auf 35 Millionen Tonnen nach unten. Davon sollen 28 Millionen Tonnen auf Weizen entfallen.

Warnung vor Überlastung des Getreidemarktes

Wie das Agrarische Informationszentrum (aiz) weiter meldet, wird nun vor einer drohenden Überlastung des Getreidemarktes gewarnt. Die russischen Getreideproduzenten sollten sich laut Experten nach der umfangreichen Ernte intensiver um den Absatz kümmern, sonst würden sie am Saisonende 16/17 die negativen Folgen der Marktüberschüsse voll zu spüren bekommen.

Das Hauptproblem in dieser Saison sei vor allem das große Angebot an Weizen. Experten werfen den Exporteuren vor, das Getreide trotz niedrigerer Preise nicht aktiv auf den Märkten wichtiger Importländer anzubieten.

Mit Material von Schweizer Bauer, AgE, aiz

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