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Ernährung und Gesundheit

Russland gibt 80 Millionen Euro-Auftrag an deutsche Firma

Externer Autor ,
am
19.01.2010

Berlin - Großaufträge aus Russland und ein Meer aus blühenden Blumen erfreuen Aussteller und Besucher der Grünen Woche gleichermaßen.

In Berlin rollt der Rubel - im wahrsten Sinne, denn russische Firmen haben auf der Grünen Woche nach Angaben der Ausstellungsleitung der Russland-Halle Aufträge im Gesamtvolumen von knapp 82 Millionen Euro an deutsche Firmen vergeben. Allein für 80 Millionen Euro wird die Maschinenfabrik Avermann in der Region Rostov eine Fabrik zur Herstellung von Betonfertigteilen für den Hausbau errichten. Die auf Backtechnik spezialisierte Firma Werner & Pfleiderer erhielt den Zuschlag zur Lieferung von technischer Ausrüstung im Wert von 1,3 Millionen Euro in die Region Kuban, die auch einem weiteren deutschen Unternehmen einen Auftrag über 150 000 Euro erteilte. Bei der Frans Vermee GmbH wurde Lebensmitteltechnologie im Gesamtwert von 240 000 Euro für die Region Krasnodar bestellt. (Halle 3.2)

Die Zahl des Tages: 130.000 Blüten in der Blumenhalle

Mindestens 130.000 Blüten blühen in voller Pracht in der diesjährigen Blumenhallen. 10.000 Rosen, Lilien und Gerbera bilden allein den Farbenkreis, der rund um das Goethe-Standbild gruppiert ist. Hinzu kommen an die 10.000 Tulpen. Eine Riesenazalee wird von 250 Blüten geschmückt, davon sind 16 Stück auf "Goethes bunter Blumenreise" gepflanzt. Hinzu kommen noch eine Vielzahl an Blüten vom Duftjasmin, Lavendel, Greiskraut, Gänseblümchen, Begonien, Primeln Orchideen und Narzissen. "Wahrscheinlich sind es noch mehr Blüten, doch sie alle zu zählen würde Wochen dauern", sagt Susanne Grieb vom Planungsbüro Neumann Gusenburger, das die Blumenhalle angelegt hat.

Sonnleitner diskutiert mit Bundesagentur für Arbeit am "Tag der Ausbildung" 

"Ausbildung ist für uns eine kardinale Aufgabe, denn ohne Nachwuchs haben wir keine Zukunft." Dies betonte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, in einem Workshop mit der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen des "Tag der Ausbildung 2010" auf dem ErlebnisBauernhof der Internationalen Grünen Woche am 18. Januar. Sonnleitner diskutierte über die Perspektiven der Agrarberufe mit Dr. Jens Regg von der Bundesagentur für Arbeit sowie den Bildungsarbeitern und Öffentlichkeitsarbeitern der Landesbauernverbände. Zielsetzung der Veranstaltung war eine kritische Situationsbeschreibung, um daraus Verbesserungsmöglichkeiten für die landwirtschaftlichen Berufe abzuleiten. Der Bauernverband verspricht sich von dem Workshop zudem eine verbesserte Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit bei der Berufsinformation und medialen Darstellung der 14 Grünen Berufen. (ErlebnisBauernhof Halle 3.2)

ErlebnisBauernhof stellt attraktive Berufe vor

"Wir haben ein Ausbildungsniveau, das keinen Vergleich zu anderen Berufen zu scheuen braucht, erst recht nicht im internationalen Vergleich." Mit diesen Worten wandte sich Hans-Benno Wichert, der Bildungsbeauftragte des Deutschen Bauernverbandes (DBV), an die Schülerinnen und Schüler, die sich am "Tag der Ausbildung" auf dem ErlebnisBauernhof über die Perspektiven in den 14 Agrarberufen informierten. Neben einer Agrarmodenschau und Kurzpräsentationen zu den Berufen Landwirt, Forstwirt, Hauswirtschafterin und anderen Berufen des ErlebnisBauernhofes konnten Schüler und Schülerinnen im Agrarquiz ihr Wissen über die Berufe des ErlebnisBauernhofes testen. Außerdem erhielten sie bei den Auszubildenden direkt an den Ständen Informationen zu den Berufen „von du zu du aus erster Hand“. (ErlebnisBauernhof Halle 3.2)

Gläserne Molkerei – deutschlandweit einzigartig

Einige herausragende Beispiele für das beachtliche Spektrum an Bio-Lebensmitteln aus Brandenburg können die Messebesucher am Bio-Gemeinschaftsstand in der Halle 21a erleben. Highlight ist der Stand der Gläsernen Molkerei, ein ambitioniertes und deutschlandweit einzigartiges Projekt, das kürzlich von Ministerpräsident Matthias Platzeck eröffnet wurde. Im Spreewald beheimatet, informiert die Schaumolkerei auf der Grünen Woche über ihr Bildungsangebot. Wer einmal hinter die Kulissen einer Molkerei schauen will, kann den umfassenden Produktionsablauf beobachten. Ebenso hat die Molkerei ihre beliebten Produkte wie den leckeren Heumilchkäse nach Berlin mitgebracht. Am Gemeinschaftsstand ist auch das BioBackHaus zu finden. "Durch unsere Präsenz in der Brandenburg-Halle wird den Besuchern bewusst, was für tolle Produkte es bereits vor ihrer Haustür gibt", freut sich Michael Wimmer von der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg. (Halle 21a)

Tatort Supermarkt – Imitatkäse und andere Mogeleien aufdecken

Hinter Billiglebensmitteln stecken oftmals Imitate, wie Analogkäse, falscher Schinken oder billige Aromen und keine echten Nahrungsmittel mehr. Auf der BMELV Sonderschau (Halle 23a) erfahren die Besucher am Stand der Verbraucherzentrale, wie sie Produktfälschungen erkennen und undurchschaubar wirre Zutatenlisten entschlüsseln. Kinder sind oftmals leichter zu täuschen. Um dem vorzubeugen, betreten sie im Schülerprogramm täglich den "Tatort Supermarkt" und verkosten Pizzen, Schokopudding, Schafskäse und Erdbeermilch mit echten und imitierten Zutaten. Dabei lernen sie Fälschungen treffsicher zu erkennen – mit den nötigen Grundkenntnissen über Zutaten und vor allem guten Geschmack. (Halle 23a)

Eine Kartoffel namens "Reichskanzler"

Erdapfel, Krumbeere, Knolle – es gibt viele Bezeichnungen für die gemeine Speisekartoffel. Noch unterschiedlicher und reichhaltiger sind aber die zahlreichen Sorten. Am Stand des Bundesprogramms Ökologischer Landbau auf dem BioMarkt in Halle 6.2a kann man sie kennen lernen. Bei der Mitmach-Aktion "BIOVerbrauchertipps: Tolle Knolle – Wissenswertes rund um die Kartoffel" erfahren doe Besucher täglich um 11.30 Uhr, was das Besondere an Biokartoffeln ist und wie sie angebaut werden. Boris Liebl vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau Deutschland (FiBL) stellt interessante Sorten, wie die „Blaue Elise“, die „Rote Emma“, den „Reichskanzler“ und andere „tolle Knollen“ vor. (BioMarkt, Halle 6.2a)

Auszüge aus dem Tagesprogramm am Dienstag, 19. Januar:

  • 10.00 - 18 Uhr Sonderschau: Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Nutztierrassen (GEH) zeigt unter anderem als gefährdete Haustierrasse des Jahres das Meissner Widder Kaninchen. Ort: Halle 25/ Ring.
  • 10.45 Uhr DBV-Politiktalk: "Bioenergie zwischen notwendiger Förderung und Nachhaltigkeit". Ort: Bühne ErlebnisBauernhof Halle 3.2
  • 11.15 Uhr Diskussionsrunde: "Nachhaltiger Ackerbau mit moderner Landtechnik".
    Ort: Bühne ErlebnisBauernhof Halle 3.2
  • 13:45 Uhr Schülerprogramm: "Grüne Berufe: Landwirt aus Leidenschaft – der ultimative Berufs-Test". Ort: BMELV-Sonderschau, Halle 23a
  • 14.00 Uhr “Landwirtschaft und Imker – Partnerschaft zum Nutzen der Natur und Wirtschaft". Ort: Bühne ErlebnisBauernhof Halle 3.2 (pd)

 

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