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Wirtschaft

Russland: Hohe Futtermittelkosten bremsen Viehzucht

aiz
am
30.03.2011

Moskau - Wegen der gestiegenen Futterkosten wird das Wachstum der Viehzucht in Russland einbrechen. Verbraucher werden mit höheren Kosten rechnen müssen.

Zu Beginn des Jahres brach die Futtermittelversorgung in Russland um 25 Prozent ein. © landpixel
Hohe Futtermittelkosten werden voraussichtlich das Wachstum der Viehzucht in Russland behindern, zumindest solange, bis die neue Ernte die knappe Versorgungslage entspannt. So soll die Zahl der Schweine bis Jahresende um 1,8 Prozent auf 17,51 Millionen steigen, wobei das Wachstum bei der Schweinefleischerzeugung 2011 im Vergleich zum Vorjahr (plus vier Prozent) stagnieren soll, wie der Attaché des US-Agrarministeriums in Moskau laut Dow Jones News mitteilte.

Rindfleischproduktion beschränkt

Zudem werde die Rindfleischproduktion nach einem anfänglichen Anstieg der Schlachtungsrate 2010 heuer aufgrund eines drastischen Bestandsrückganges auf 1,4 Millionen Tonnen beschränkt bleiben, was einen Produktionsrückgang um 2,4 Prozent darstellt. "Dieser beschleunigte Rückgang in der Rinderherde über die vergangenen beiden Jahre ist eine direkte Folge der gestiegenen Futtermittelpreise, die im Sommer 2010 zu einer erhöhten Schlachtungsrate geführt haben ", erklärte der Attaché.

Preisschub bei Schweine- und Rindfleisch erwartet

Die russischen Farmer hatten mit den Folgen der Dürre 2010 hart zu kämpfen, die die Futtermittelversorgung zu Beginn 2011 um 25 Prozent einbrechen ließ. Obwohl die russische Regierung mehrere Millionen Tonnen Interventionsgetreide ausgelagert und Subventionen in Höhe von rund 2,1 Milliarden Euro an ihre Viehzüchter ausbezahlt hat, werden die gestiegenen Kosten aller Voraussicht nach wohl an die Verbraucher weitergegeben werden, hieß es weiter. Aufgrund der gesunkenen Geflügel-, Schweine- und Rindfleischproduktion werde im laufenden Jahr mit einem Preisschub bei Schweine- und Rindfleisch gerechnet.
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