Login
Wirtschaft

Russland: Jetzt auch Importstopp für Fleisch und Milch aus Bayern

aiz/pd
am
05.02.2013

Moskau - Gestern ist das russische Importverbot für Rind- und Schweinefleisch aus Deutschland in Kraft getreten. Zusätzlich verhängt Russland ein Importstopp für Bayern, Niedersachsen und NRW.

In den vergangenen Tage hatte Russland bereits Importverbote für Rind-, Schweine-, und Geflügelfleisch aus Deutschland verhängt. Kurz darauf verkündete das Schwarzmeerland auch Einfuhrbeschränkungen für US-Fleisch.
 
Jetzt hat Russland - zusätzlich zum Importverbot für Deutschland - Marktmaßnahmen gegen Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen angekündigt. Das neue Importverbot betrifft fertige Fleisch- und Milcherzeugnisse aus Bayern sowie Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Neues Importverbot gilt ab 11. Februar

Dieser soll ab 11. Februar gelten, wie der Föderale Aufsichtsdienst für Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor) in Moskau am Samstag mitteilte. Als Grund für die Handelseinschränkung wurde Missachtung von in Russland und auf dem gesamten Gebiet der russisch-weißrussisch-kasachischen Zollunion geltenden Qualitätsbestimmungen angeführt.
 
Die russische Behörde verwies dabei auf Ergebnisse ihrer im vierten Quartal 2012 vorgenommenen Inspektionen deutscher Betriebe, welche die Regelmäßigkeit der Verstöße bestätigt haben sollen.

Begründung: Qualität, Ursprungskennzeichnung, etc.

Unter anderem sei es unmöglich, den Ursprung von bestimmten Rohstoffen für die Herstellung der Fleischerzeugnisse zurückzuverfolgen, und bei Milcherzeugnissen würden Qualitätskriterien eines entsprechenden technischen Reglements Moskaus nicht eingehalten, heißt es in der Mitteilung.
 
Außerdem gebe das deutsche Bundesverbraucherministerium nur formelle Garantien über die Sicherheit von nach Russland exportierten Produkten und informiere oft weder die Hersteller noch die zertifizierenden Veterinärärzte über Beanstandungen des Importlandes, betonte der Aufsichtsdienst.

Russland zählt zu den wichtigsten Exportmärkten deutscher Agrarwaren außerhalb der EU. Dr. Heike Harstick vom Verband der Fleischwirtschaft e.V. informiert im Podcast über den wichtigen Absatzmarkt. Podcast anhören ...
Auch interessant