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Wirtschaft

Russland: Importverbot für Pflanzgut

aiz
am
19.02.2013

Moskau - Nach den bereits zahlreichen Importverboten für Fleich und MIlch, weitet Russland nun auch das Importverbot für Pflanzkartoffeln auf Pflanzgut und Topfpflanzen aus.

Russland weitet das zum 1. April angekündigte Importverbot für Pflanzkartoffeln aus der Europäischen Union auf Pflanzgut sämtlicher Arten sowie Topfpflanzen aus. Die Maßnahme betrifft alle Baum- und Pflanzschulen im EU-Raum mit Ausnahme derjenigen in Polen, Ungarn und Deutschland, die von Fachleuten des Föderalen Aufsichtsdienst für Tier- und Pflanzengesundheit Russlands (Rosselkhoznadzor) früher inspiziert worden sind, teilte der Aufsichtsdienst am vergangenen Donnerstag mit.

Einfuhren von Saat- und Pflanzgut nur mit Garantien

Die Behörde begründete ihre Vorgehensweise erneut damit, dass Moskau trotz mehrfacher Anfragen und im vergangenen Monat in Berlin stattgefundener Verhandlungen noch immer keine Informationen über Quarantäneschaderreger-freie Anbaugebiete, beziehungsweise Standorte in der EU vorliegen.
Mit dem Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) habe sich aber das Land dazu verpflichtet, die Einfuhren von Saat- und Pflanzgut nur bei Vorlage entsprechender Garantien einer Quarantäne- und Pflanzenschutzbehörde des jeweiligen Exportlandes zuzulassen, worin auch bescheinigt werden müsste, dass die Ware aus derartigen Gebieten und Standorten stamme. Der Importstopp für Pflanzkartoffeln aus der EU wurde von Rosselkhoznadzor - wie berichtet - bereits im Januar angekündigt.

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