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Wirtschaft

Russland verhängt Importverbot für deutsches Fleisch

aiz
am
23.01.2013

Moskau - Ab 4. Februar sind die Einfuhren von Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch aus Deutschland nach Russland bis auf Weiteres verboten. Als Begründung werden unzureichende Sicherheitskontrollen genannt.

Über das Importverbot von gekühltem Rind, Schweine und Geflügelfleisch ist der deutsche Veterinärdienst gestern offiziell in Kenntnis gesetzt worden, heißt es in der Mitteilung des Föderalen Aufsichtsdiensts für Tier- und Pflanzengesundheit Russlands. Ohne konkrete Gründe für die Handelseinschränkung zu nennen, warf die Behörde dem Exportland vor, das erforderliche Niveau der Sicherheitskontrollen bei gekühlten Fleischprodukten nicht zu gewährleisten. Die Russen begründen die Maßnahme offiziell mit der "Missachtung von russischen Hygieneanforderungen" und "Unzulänglichkeiten im deutschen föderalen Veterinärsystem".

Russland beanstandete Mängel

Anfang Dezember letzten Jahres fanden im Anschluss an eine Inspektion russischer Behörden in Deutschland  Fachgespräche zur Lebensmittelüberwachung zwischen den Veterinärdiensten beider Staaten statt. Einige deutsche Betriebe wiesen laut russischer Inspektionsberichte Mängel auf. Forderungen der russischen Seite in Zusammenhang mit dem Monitoring von Rückständen und der Zertifizierung von Lebensmitteln für den Export nach Russland wurden in den letzten Wochen analysiert.

Russlands Anforderungen unterscheiden sich

Die Einfuhr- und Hygienebestimmungen der Russen, insbesondere bei tierischen Frischeprodukten, sind sehr streng und teilweise unterschiedlich zu den Deutschen. Beispielsweise ist in Russland der Einsatz von Tetrazyklin in der Tierhaltung verboten. In Deutschland ist das Medikament jedoch zugelassen.  Die russischen Veterinärinstitute sind der Meinung, dass man auf deutscher Seite die Einhaltung der russischen Anforderungen nicht ausreichend kontrollieren könne.
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