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Wirtschaft

Russland will Embargo für deutsches Rindfleisch aufheben

pd
am
28.01.2015

Berlin und Moskau haben sich über eine baldige Wiederaufnahme deutscher Rindfleischexporte nach Russland verständigt. Dafür sollen ab März russische Veterinärinspektionen bei deutschen Produktionsbetrieben durchgeführt werden.

Die Wiederaufnahme von Rindfleisch-Exporten war zentrales Thema bilateraler Gespräche zwischen Staatssekretär Kloos und dem russischen Veterinärchef Dankwert. Das Bundesministerium werde in dieser Woche eine Vereinbarung mit Rosselkhoznadzor nach dem Vorbild der Vereinbarungen Russlands mit Dänemark, Frankreich, den Niederlanden und Italien unterzeichnen, berichtet der Verband der Fleischwirtschaft. Diese Länder wurden zu Jahresbeginn wieder für die Lieferung von Rindfleischabschnitten und -nebenprodukten nach Russland zugelassen.
 
Allerdings erhielten die Exportzulassung nur einzelne Betriebe nach Inspektion durch den russischen Veterinärdienst. Die russische Veterinärinspektion der Rindfleischproduktionsbetriebe in Deutschland ist für März vorgesehen.

Schweinefleisch-Exporte: Fett und Nebenerzeugnisse

Die EU-Kommission und Rosselchosnadsor haben während der Grünen Woche über die Möglichkeit zur Wiederaufnahme von Exporten im Schweinefleischsektor beraten. Im Ergebnis wurde eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die nach Kenntnis des Verbands der Fleischwirtschaft (VDF) eine schrittweise Wiederzulassung von Produkten der Schweineschlachtung aus der EU zum Export nach Russland vorsehen soll.
 
Wahrscheinlich ist, dass zunächst Schweinefett, -schmalz und Nebenerzeugnisse vom Schwein aus einzelnen Mitgliedsstaaten und hier aus einzelnen wenigen Betrieben, die zuvor von russischen Veterinären inspiziert werden sollen, wieder nach Russland geliefert werden dürfen. Dies betrifft also allein Nebenprodukte, die nicht vom politischen Embargo betroffen sind. In Brüssel wird mit ersten Betriebszulassungen für die Lieferung dieser Produkte nicht vor März gerechnet.
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