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Politik national

Saarland will bundeseinheitliche Flächenprämie

von , am
11.10.2013

Die Forderung des Saarlandes nach einer bundeseinheitlichen Flächenprämie hat die auch für die Landwirtschaft zuständige Verbraucherschutzministerin Anke Rehlinger bekräftigt.

Für Anke Rehlinger hat bundeseinheitliche Flächenprämie Priorität. © SPD-Landtagsfraktion/Peter Kerkrath
Eines ist klar, und das machte die saarländische Landwirtschaftsministerin Anke Rehlinger beim Agrarempfang in Saarbrücken noch einmal deutlich: "Wir werden bei den anstehenden Verhandlungen zur Agrarreform so viel Geld wie möglich für das Saarland herausholen." Denn "wir brauchen eine starke und wettbewerbsfähige Landwirtschaft".
 
Die Ministerin verwies bei dem traditionellen Empfang, den das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und der Bauernverband Saar gemeinsam ausrichten, auf den hohen Einigungsdruck. Immerhin beginne 2014 bereits die nächste Förderperiode, um deren Finanzierung es geht.

"Benachteiligung muss ein Ende haben"

Rehlinger: "Viel Zeit ist schon verloren gegangen. Die Landwirte brauchen endlich Planungssicherheit." Auf einer Sonderkonferenz der Agrarminister im November müssten endlich Pflöcke eingeschlagen werden. Saarländische Handlungsmaximen bei der Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sind aus Sicht der Ministerin: "Was wir definitiv wollen, ist die Einführung einer bundeseinheitlichen Basisprämie, damit die Benachteiligung der saarländischen Landwirte endlich ein Ende hat", so Rehlinger.

"Keine unnötige Bürokratie"

Darüber hinaus pocht die Ministerin auf möglichst wenig Bürokratie: "Wir wollen keinen bunten Strauß an Fördermaßnahmen, sondern wir müssen uns im Saarland auf die Investitionen konzentrieren, bei denen wir eine Co-Finanzierung durch den Bund erhalten."
 
So sei bei der Verteilung der Gelder etwa der Rahmenplan der Förderung durch die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) zu berücksichtigen.

"Weniger ist manchmal mehr"

Ökologie und Nachhaltigkeit werden bei der Verteilung der Fördermittel aus den EU-Töpfen künftig eine wichtigere Rolle spielen. Eine Entwicklung, die Ministerin Rehlinger begrüßt. Im Interesse künftiger Generationen müsse ein Umdenken stattfinden. Wirtschaftswachstum dürfe nicht alleinige Handlungsmaxime sein. Vielmehr müssten Wirtschaftsbewertungen zukunftsgerichtet sein und sowohl ethische als auch soziale Folgen mit berücksichtigen. Rehlinger: "Das Machbare muss nicht immer gemacht werden. Mit Blick auf die Umwelt- und Lebensbedingungen von morgen ist manchmal weniger mehr."
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