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Umwelt

Sachsen-Anhalt übernimmt Flächen vom Grünen Band

von , am
18.06.2010

Magdeburg - Sachsen-Anhalt übernimmt vom Bund rund 1.690 Hektar des Grünen Bandes. Das Landeskabinett stimmte der Übernahme dieser Flächen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze zu.

Nun soll der Vertragsentwurf mit der Bundesregierung für eine Unterzeichnung vorbereitet werden. Zustimmung fand auch die Übertragung von 16 390 ha des Nationalen Naturerbes. Diese Flächen sollen vom Land an Naturschutzverbände und -stiftungen übertragen werden. Landwirtschaftsminister Dr. Hermann Onko Aeikens hob hervor, mit der Übernahme des Grünen Bandes solle ein einzigartiger Biotopverbund als schützenswerter Erholungs- und Erlebnisraum erhalten werden.

Das Grüne Band stelle ein lebendiges historisches Denkmal dar und stehe für die Überwindung der deutschen staatlichen Teilung. Insgesamt 350 Hektar der zu übertragenden Fläche seien Wald.

Die künftige Pflege der Flächen

Laut Aikens wird Sachsen-Anhalt die Flächen kostenlos vom Bund erhalten. Die für das Land in den nächsten drei Jahren entstehenden Personalkosten zur Pflege der Flächen in Höhe von insgesamt etwa 250.000 Euro würden über Pachteinnahmen abgedeckt. Hier gehe man von 73.000 Euro im Jahr aus. Die Pflege der Flächen solle weiterhin über die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) erfolgen, so dass die Nutzer diese Leistungen in Anspruch nehmen könnten. Das Land bekommt laut Angaben des Magdeburger Agrarressorts außerdem Flächen der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), der BImA sowie der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) als Nationales Naturerbe übertragen.

Erhalt wertvoller Biotope

Auch die Stiftung Umwelt, Naturschutz und Klimaschutz Sachsen-Anhalt (SUNK) erhält Areale des Grünen Bandes. Dort sollen über die Ökokonto-Verordnung Flächen naturschutzfachlich aufgewertet werden. Zugleich können diese Maßnahmen als Kompensation für unumgängliche Eingriffe in den Naturhaushalt an anderer Stelle angerechnet werden. Die Bundesregierung hatte 2005 die unentgeltliche Übertragung der Bundesflächen des Grünen Bandes beschlossen. (AgE)

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